Versalzung und Desertifikation: Ursachen, Folgen und Gegenmaßnahmen
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Versalzung: Ursachen und Prozesse
Versalzung tritt häufig in Regionen auf, in denen es wenige Niederschläge und hohe Temperaturen gibt. Durch hohe Temperaturen wird das Grundwasser (das Salz aus tieferen Erdschichten enthält) nach oben gezogen, bis es die Erdoberfläche erreicht. Dort verdunstet das Wasser, doch das Salz bleibt an der Erdoberfläche zurück.
Infolgedessen wird den Pflanzen Wasser entzogen, und sie sterben ab. Wenn jedoch die Niederschläge hoch sind, wird das Salz langsam wieder in den Untergrund gespült. Dieser Prozess wird Auswaschung genannt.
Zusammenfassend gilt:
- Wenn die Menge an Niederschlägen größer ist als die Menge an Verdunstung, findet keine Versalzung statt (dies wird positive Wasserbilanz genannt).
- Wenn die Menge an Niederschlägen kleiner ist als die Menge an Verdunstung, findet Versalzung statt (dies wird negative Wasserbilanz genannt).
Kernpunkte der Versalzung
- Versalzung ist die Verlagerung von Salz in den Oberboden.
- Salz entzieht den Pflanzenwurzeln Wasser.
- Sie tritt nur bei einer negativen Wasserbilanz auf.
Desertifikation: Definition und Merkmale
- Die Desertifikation ist die Extremform der Degradation (Veränderung der Bodeneigenschaften und der Besonderheiten eines Bodentyps durch klimatische oder anthropogene Einflüsse).
- Sie beschreibt die Verwüstung von Landstrichen, die mit einer häufig dauerhaften Schädigung der Landnutzungsressourcen und -potenziale in den betroffenen Gebieten einhergeht.
- Der Mensch wird als Hauptverursacher (Urheber) der Desertifikation dargestellt.
- Im Gegensatz zum natürlichen Prozess der Dürren sind hier raumverändernde Tätigkeiten ausschlaggebend. Diese führen in Verbindung mit speziellen klimatischen Bedingungen zu sogenannten „man-made deserts“ (vom Menschen verursachte Wüsten).
Hauptursachen der Desertifikation
- Überbeanspruchung der natürlichen Ressourcen (Land-, Forst- und Weidewirtschaft).
- Steigendes Bevölkerungswachstum, das einen erhöhten Ressourcenbedarf nach sich zieht.
- Überweidung und übermäßiges Anwachsen der Herdengröße (als Schutz vor Not), was ebenfalls mehr Ressourcen erfordert.
- Nutzung von Tiefbrunnen, um die Weidewirtschaft aufrechterhalten zu können.
Folgen der Desertifikation
- Tiefbrunnen verursachen ein starkes Absinken des Grundwasserspiegels.
- Die Verwendung von Holz führt zur Zerstörung der Vegetationsdecke, die als Schutz vor Sonneneinstrahlung dient. Dies erhöht die Gefahr von Bodenerosion und verstärkt die Wasserverdunstung.
- Salze werden im Boden abgelagert, was die Bodenfruchtbarkeit verschlechtert.
Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung
- Etablierung nachhaltiger Anbaumethoden und Landnutzungssysteme.
- Einsatz von Feinsedimenten, um den Wuchs von Futtergräsern zu fördern und die Versickerung von Wasser zu erleichtern (wodurch der Grundwasserspiegel steigt).