Die Vielfalt der Landwirtschaft in Lateinamerika: Zonen, Methoden und Herausforderungen

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Die Vielfalt der lateinamerikanischen Landwirtschaft

Landwirtschaft in den Tropen

Tropische Pflanzen wie Zuckerrohr, Kaffee und Plátanos (Bananen) benötigen hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit. Allerdings gibt es auch Nachteile und Herausforderungen:

Herausforderungen und Mängel

  • Der Klimawandel und hohe Temperaturen begünstigen das Wachstum von Schädlingen.
  • Extreme Wetterereignisse (Überschwemmungen, Dürren).
  • Bodenerosion.

Produktionsstrukturen

Große Landwirte verfügen über ausreichende Maschinen und Kapital, um ihre Arbeit sehr effizient durchzuführen. Die kleinen Landwirte beziehen ihre Nahrung hauptsächlich aus dem Anbau von Mais, Bohnen und Maniok.

Die Verlagerung des Anbaus (Wanderfeldbau) wird von den indigenen Völkern dieser Gebiete praktiziert. Bei dieser Form der Produktion wird ein kleines Waldgebiet gerodet, um Reis anzubauen. Später wird dieses Grundstück aufgegeben.

Landwirtschaft in den zentralen Anden

Die Landwirtschaft ist hier stark durch die Höhenlage und das damit verbundene Klima definiert.

Niedrigere Zonen (Warm und Feucht)

Anbau von Reis, Gemüse, Obst, Zuckerrohr und Maniok. Es wird auch Rinderzucht betrieben.

Höhere Zonen (Kaltes Klima)

Anbau von Quinoa und Zucht von Tieren wie Vikunjas und Lamas.

Um Erdrutsche zu vermeiden, werden Terrassen an den Hängen angelegt. Diese Anbauflächen befinden sich oft auf der Seite, auf der die Sonne scheint und der Wind feucht ist.

Bewässerungslandwirtschaft (Aride und Semiaride Zonen)

Die Bewässerungslandwirtschaft wird in trockenen und halbtrockenen Klimazonen angewendet. Die Kulturen werden durch ein oft schwerfälliges und teures System bewässert.

Dieses System ist weit verbreitet in Ländern wie Mexiko (MEX), Chile (CHI), Argentinien (AR) und Peru (PER), die große Anstrengungen unternommen haben, um ihre landwirtschaftlichen Grenzen zu erweitern. Anstatt auf einfachere Wasserkanäle zurückzugreifen, wurde diese Methode der Bewässerung angewandt. Allerdings führt diese Methode zu Konsequenzen wie schlechter Drainage. Eine mögliche Alternative ist das Tröpfchenbewässerungssystem, das jedoch noch teurer ist.

Landwirtschaft in den gemäßigten Zonen: Die Großen Ebenen

Die großen Ebenen der gemäßigten Klimazonen, wie die Pampa, sind durch folgende natürliche Bedingungen gekennzeichnet: gemäßigtes Klima mit ausreichenden Niederschlägen, fruchtbare Böden und flaches Relief.

Hier werden Ölsaaten, Getreide und Futtermittel produziert. Die Produkte stammen hauptsächlich aus gewerblichen Betrieben, die moderne Technik und hohe Produktivität nutzen, aber wenig Arbeitskraft benötigen. Die Viehzucht findet sich in den zentralen, wärmeren Gebieten bis hin zu den Rändern.

Die Pampas-Region

In der Pampas-Region wurde die traditionelle Viehzucht in der Vergangenheit durch den Ackerbau ersetzt, dank der Einbeziehung neuer Technologien (z. B. Dünger). Dies wird in verschiedenen Ländern wie den USA, Argentinien (AR), Bolivien (BOL) und Uruguay (URU) praktiziert.

Bewertung der modernen Landwirtschaft

Positive Aspekte

  • Hohe Rentabilität.
  • Deviseneinnahmen für die Erzeuger.

Negative Aspekte

  • Konzentration großer Anbauflächen in den Händen weniger Produzenten.
  • Arbeitslosigkeit (durch Mechanisierung).

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