Visuelle Codes: Eine Übersicht der Bildsprache

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Bild-Codes in der visuellen Kommunikation

  • Beschilderung: Das Bild wird in seiner symbolischen Funktion verwendet und überträgt Informationen durch seine morphologischen Merkmale (z. B. Farbe). Ein Beispiel ist die Ampel, die Informationen ohne direkten Bezug zur Realität vermittelt.
  • Ideografisch: Diese Form ist näher an der referenziellen Funktion und entspricht in gewisser Weise der Realität. Beispiele sind menschliche Figuren auf Verkehrszeichen, Piktogramme (z. B. Toilettenschilder), Firmenlogos oder Lebensmittel-Codes.
  • Grafisch: Diese Kommunikation nutzt morphologische Elemente ohne rein symbolische oder referenzielle Bedeutung, um Informationen durch den Raum zu erklären. Dies kann die ästhetische Funktion unterstützen und die Wahrnehmung attraktiver gestalten. Dazu gehören:
    • Netzwerke: Karten und Diagramme.
    • Grafiken: Verknüpfung von Informationen aus verschiedenen Bereichen (z. B. ein Stammbaum).
    • Diagramme: Darstellung von Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Aspekten (z. B. Kurvenverläufe der Krebssterblichkeit im Jahr 2008).
    • Karten: Zweidimensionale Ebenen, die eine räumliche Darstellung ersetzen. Sie versuchen, die Realität auf wesentliche Weise nachzuahmen (z. B. eine topografische Karte, die nicht wie ein Foto aussieht).
  • Piktoral: Dieser Code versucht, die Realität durch Illustrationen oder künstlerische Methoden abzubilden. Dazu zählen Drucke, Lithografien und Fotos.
  • Sequenziell ikonisch: Diese Form setzt visuelle Erscheinungen in Bezug zu Raum und Zeit. Es sind Bilder, die die Realität oder Bewegungsabläufe durch zeitliche Sequenzen darstellen, wie bei Comics, Filmen oder Novellen.
  • Top-Symbol: Diese Ebene umfasst dreidimensionale Volumina, verbale Sprache oder komplexe bildliche Darstellungen. Beispiele hierfür sind Skulpturen, Theater, Pantomime und virtuelle Realität.

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