Volleyball: Geschichte, Regeln, Technik und Spielzüge einfach erklärt

Eingeordnet in Leibesübungen

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 6,73 KB

Volleyball: Geschichte und Entwicklung

Volleyball wurde 1895 von William G. Morgan in Holyoke erfunden. Ursprünglich nannte er das Spiel Mintonette. Das Ziel war die körperliche Ertüchtigung, Ablenkung und Entspannung.

Ein Jahr später benannte Dr. Halstead aus Springfield das Spiel in Volleyball um. Zunächst wurde ein Netz auf die Höhe von Tennis- oder Badmintonnetzen (1,98 m) gespannt und ein Basketball verwendet.

Die YMCA verbreitete den Sport in den USA und später weltweit. Im Jahr 1914 erreichte der Sport Europa über England. Volleyball hat weltweit über 200 Millionen aktive Spieler.

Internationale Verbreitung

  • 1916: Volleyball erreicht die USA.
  • 1920er Jahre: Erste Hinweise auf die Einführung in Spanien.
  • 1923: Erste Hinweise auf die Einführung auf dem afrikanischen Kontinent.

Volleyball in Spanien

In Spanien war der Handballverband zunächst für Volleyball zuständig. Im Juni 1950 wurde Benito Pérez Arjona Vizepräsident der Abteilung für Volleyball.

  • 1951: Beginn der nationalen Meisterschaften.
  • 1953: Spanien wird Mitglied der FIVB.

Spielregeln und Spielfeld

Spielfeld und Netz

Das Spielfeld ist ein Rechteck von 18 m Länge und 9 m Breite, unterteilt in zwei 9 m x 9 m große Hälften durch ein Netz.

Netzhöhen (Herren/Damen)

  • Kinder: 2,24 m (Mädchen), 2,10 m (Jungen)
  • Kadetten: 2,24 m (Mädchen), 2,37 m (Jungen)
  • Jugend: 2,24 m (Mädchen), 2,43 m (Jungen)
  • Senioren: 2,24 m (Damen), 2,43 m (Herren)

Die 3-Meter-Linie, parallel zur Mittellinie, definiert die Angriffszone. Nur Spieler, die sich hinter dieser Linie befinden, dürfen Angriffe aus dieser Zone ausführen.

Teilnehmer und Aufstellung

Ein Team besteht aus 12 Spielern. Ein Libero ist ein Spezialspieler, der ein andersfarbiges Trikot trägt und nur in der Verteidigung eingesetzt werden darf.

Mannschaftsaufstellung

Jede Mannschaft muss 6 Spieler auf dem Feld haben. Die Spieler müssen die Rotationsreihenfolge auf dem Spielbericht einhalten. Nur ausgebildete Spieler dürfen eingewechselt werden, ohne dass dies notiert werden muss.

Wenn der Ball im Spiel ist, muss jeder Spieler seine Position halten. Verstöße gegen die Positionsregeln werden als Positionsfehler gewertet.

Spielerpositionen

  • Vorderfeldpositionen (Netznähe): Positionen 4, 3 und 2.
  • Hinterfeldpositionen (Abwehr): Positionen 5, 6 und 1.

Spiel mit dem Ball

  • Jedes Team darf maximal drei Ballkontakte spielen, um den Ball zurückzuspielen.
  • Derselbe Spieler darf nicht zwei aufeinanderfolgende Kontakte ausführen.
  • Der Ball darf mit jedem Körperteil gespielt werden.

Aktionen am Netz

Die Hände dürfen über das Netz greifen, um den Ball in Richtung des eigenen Feldes zu spielen. Es ist nicht gestattet, das Netz zu berühren oder auf das gegnerische Feld überzutreten.

Ball Innen/Außen

Der Ball ist im Spiel, wenn er den Boden innerhalb der Spielfeldgrenzen berührt, einschließlich der Linien.

Der Ball ist aus, wenn:

  • Der Ball vollständig außerhalb der Begrenzungslinien den Boden berührt.
  • Der Ball ein externes Objekt, eine nicht spielende Person oder die Decke berührt.
  • Der Ball die Antenne, Seile oder das Netz außerhalb der Seitenbänder berührt.
  • Der Angriff über die Antennen hinaus in den gegnerischen Raum erfolgt.

Punktewertung

Ein Team erzielt einen Punkt, wenn:

  • Das gegnerische Team einen Regelverstoß begeht.
  • Das gegnerische Team den Ball nicht innerhalb von maximal drei Kontakten über das Netz zurückspielt.

Das Spiel wird im Best-of-Five-Satz-Modus entschieden (wer zuerst 3 Sätze gewinnt).

  • Die ersten vier Sätze werden bis 25 Punkte gespielt, mit mindestens zwei Punkten Vorsprung.
  • Der entscheidende fünfte Satz wird bis 15 Punkte gespielt, ebenfalls mit mindestens zwei Punkten Vorsprung.
  • Bei 8 Punkten im fünften Satz erfolgt der Seitenwechsel.

Volleyballtechnik

Technik bezieht sich auf die biomechanischen Studien der Körperbewegungen und deren Zielsetzung für jede Geste im Sport.

Der Aufschlag (Service)

Der Aufschlag ist die technische Geste, mit der der Ball ins Spiel gebracht wird, indem er mit der Hand geschlagen wird.

Tiefer Aufschlag (Präzision)

Dies ist ein Aufschlag, der auf Sicherheit und Präzision abzielt.

  1. Der Körper ist in Richtung des Spielfeldes ausgerichtet.
  2. Der vordere Fuß wird in Richtung des Balls vorgeschoben.
  3. Der Ball wird mit der anderen Hand gehalten, auf Höhe der gegenüberliegenden Hüfte, und der ausführende Arm wird vorbereitet.
  4. Der ausführende Arm wird bewaffnet (angehoben).
  5. Es kommt zu einer unwillkürlichen Rumpfdrehung.
  6. Die Beine sind leicht gebeugt.
  7. Der Ball wird mit der ganzen Hand von unten und hinten geschlagen.
  8. Kurz vor dem Schlag hält die Hand den Ball nicht mehr fest.
  9. Es muss eine Koordination zwischen Armbewegung und Beinstreckung erfolgen.

Nach dem Schlag:

  1. Das Gewicht verlagert sich auf das hintere Bein nach vorne, was zu einem Schritt führen kann.
  2. Der Arm setzt seine Pendelbewegung in Form eines "D" fort.

Tennisaufschlag (Progression zum Angriff)

Dieser Aufschlag kann als Ausgangspunkt für den Angriffsschlag dienen.

Vor dem Schlag:

  1. Die Schultern sind parallel zur Netzkante ausgerichtet.
  2. Der Schlagfuß ist vorgeschoben.
  3. Der Ball wird mit einem oder zwei Fingern der freien Hand in die Luft geworfen.
  4. Der ausführende Arm wird angehoben.
  5. Der Arm/die Schulter wird vor dem Schlag nach hinten geführt.

Während des Schlages:

  1. Der Schlag erfolgt von hinten und unten oder in der Mitte mit der ganzen Hand.
  2. Der Ball wird bei maximaler Höhe geschlagen, die Füße flach auf dem Boden, beide Arme gestreckt.

Nach dem Schlag:

  1. Die natürliche Bewegung setzt sich fort, um die Trägheit des Spiels aufzunehmen.

Verwandte Einträge: