Vollkronen: Indikationen und Präparationsschritte
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Kronen: Der letzte Versuch, einen Zahn zu erhalten
Kronen sind nützlich, wenn der zu restaurierende Zahn eine Rekonturierung benötigt, um normale Konturen wiederherzustellen. Sie bieten die beste Retention und Widerstandsfähigkeit. Dies umfasst die komplette Krone, auch Vollkrone oder Vollgusskrone genannt.
Hinweise und Kontraindikationen
- Hinweise: Wenn eine maximale Retention erforderlich ist.
- Kontraindikationen: Nicht bei unkontrollierter Karies verwenden. Zudem sollte das Verfahren nicht genutzt werden, um die Lebensdauer einer Krone in einem Mund zu verlängern, in dem die Umgebung nicht kontrolliert wurde.
Vorbereitungsschritte
1. Okklusale Reduktion
Verwendung einer kegeligen Diamantspitze (z. B. 171er Bohrer). Die okklusale Reduktion beträgt 1,0–1,5 mm, wobei die okklusale Morphologie als geneigte Ebene erhalten bleiben sollte.
2. Orientierungsfurchen
Mit kegeligen Diamantspitzen werden Rillen gesetzt, um die Tiefe der dreieckigen Leisten und der Entwicklungsfurchen zu bestimmen:
- Arbeitshöcker: 1,5 mm tief
- Ausgleichshöcker: 1,0 mm tief
Die Tiefe kann durch den Durchmesser des Bohrers kalibriert oder mit einem Schmelzmeißel (1,0–1,5 mm) gemessen werden.
3. Abschrägung des funktionalen Höckers
Durchführung mit dem gleichen konisch-runden Diamantbohrer. Die Fläche muss parallel zur gegenüberliegenden Seite des Antagonisten verlaufen, 1,5 mm tief und in einem Winkel von 45° zur axialen Wand.
4. Okklusionskontrolle
Überprüfung des freien Platzes bei geschlossenem Mund mittels rosa Wachs („Utility Wax“).
5. Bukkal-linguale axiale Reduktion
Verwendung von Torpedo-Diamanten zur Erstellung einer Hohlkehle (Fase). Die Hohlkehle dient als gingivale Ziellinie, ist leicht abzuformen und bietet Platz für eine ausreichende Metallstärke am Rand. Die bukkale Reduktion sollte so weit wie möglich in den Interdentalräumen erfolgen, ohne benachbarte Zähne zu beschädigen.
6. Interproximale axiale Reduktion
Verwendung von kurzen, konischen und feinen Torpedo-Diamanten. Die Instrumente werden aufrecht gehalten und auf- und abbewegt. Bei ausreichendem Platz wird eine glatte Oberfläche erzeugt, um eine Überkonizität zu vermeiden. Die Ränder der Präparation sollten girlandenförmig verlaufen, um scharfe Kanten zu vermeiden.
7. Glättung der Oberfläche
Mit dem Torpedo-Bohrer werden die axialen Wände geglättet und die Ecken für eine exakte Ziellinie optimiert.
8. Retentionsrille
Verwendung des 171er Bohrers. Eine Nut wird in die axiale Oberfläche gesetzt, um die Krone während der Zementierung zu führen. Sie sollte nicht den gesamten Durchmesser des Bohrers nutzen und sich bis zu 0,5 mm über die Ecke erstrecken.