Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Sinne
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Gefühl, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Sinne
Gefühl
Gefühl ist der Prozess, der durch die Sinne erzeugt wird, wenn ein Reiz von den Rezeptoren wahrgenommen wird. Es ist die unmittelbare Erfahrung, die durch einfache, isolierte Reize hervorgerufen wird.
Wahrnehmung
Wahrnehmung bezieht sich auf den mentalen Prozess, der durch Gedächtnis, Lernen und Verstehen einer Situation beeinflusst wird.
Aufmerksamkeit
Aufmerksamkeit ist die Ausrichtung der körpereigenen Sinnesorgane auf bestimmte Reize oder Ideen. Sie verursacht ein klares und lebendiges Bewusstsein und eine Handlungsbereitschaft.
Arten der Aufmerksamkeit
- Spontane Aufmerksamkeit: Entwickelt sich ohne bewusste Anstrengung, beeinflusst von Trends, Bildung usw.
- Freiwillige Aufmerksamkeit: Bewusst gesteuert.
- Passive oder unfreiwillige Aufmerksamkeit: Dem Bewusstsein aufgezwungen.
- Gewohnheitsmäßige Aufmerksamkeit: Zunächst willentlich, dann natürlich oder aus Vergnügen.
Faktoren, die Aufmerksamkeit erregen
- Stärke des Reizes
- Veränderung: Eine Veränderung der Wahrnehmung verändert den Geist des Individuums.
- Größe
- Wiederholung
- Organischer Zustand: Bedürfnisse des Individuums nach Erhalt der Stimulation.
- Interesse
- Soziale Anregung
- Denkverlauf
Schwellenwerte
- Absoluter Schwellenwert: Minimale Intensität der physischen Energie, die benötigt wird, um überhaupt eine Empfindung hervorzurufen.
- Relativer Schwellenwert: Die Menge an Stimulation, die erhöht oder verringert werden muss, um eine Veränderung der Wahrnehmung zu bewirken.
Funktionsweise der Sinnesorgane
Nach Art der Stimulation
- Mechanorezeptoren: Werden durch mechanische Einwirkung stimuliert.
- Thermorezeptoren: Werden durch Temperaturveränderungen angeregt.
- Chemorezeptoren: Benötigen einen Reiz, der eine chemische Reaktion auslöst.
- Photorezeptoren: Reagieren auf Lichtreize.
Nach Lokalisation der Reize
- Interozeptoren: Werden durch Empfindungen aus dem Körperinneren angeregt.
- Propriozeptoren: Nehmen Reize aus den Gelenken wahr.
- Exterozeptoren: Werden durch Reize von außen angeregt (z.B. Geruch, Geschmack, Berührung, Druck).
- Telerezeptoren: Nehmen Reize aus der Ferne wahr (z.B. Hören, Sehen).
Die Sinne des Menschen
Der Mensch hat 11 Sinne:
- Sehen:
- Pupille: Kleine Öffnung, die Licht einlässt.
- Iris: Reguliert die Pupillengröße.
- Linse: Fokussiert das Licht und projiziert es auf die Netzhaut.
- Hören:
- Trommelfell
- Hammer
- Amboss
- Steigbügel
- Cochlea
- Haarzellen
- Somatosensorische Sinne:
- Körperkontakt
- Wärme
- Kälte
- Druck
- Schmerz
- Chemische Sinne:
- Geschmack
- Geruch
- Vestibulärer Sinn: Gefühl für Richtung, Bewegung und Orientierung von Kopf und Körper.
- Kinästhetischer Sinn: Informiert über die relative Position von Körperteilen während der Bewegung.
Verfahren zur Interpretation von Empfindungen
- Evokation: Wir nehmen wahr, was wir erwarten zu sehen.
- Rektifikation: Unsere Wahrnehmungen können verändert und interpretiert werden.
- Organisation: Die von unseren Sinnen gelieferten Daten werden kontinuierlich organisiert.
Wahrnehmungsorganisation
- Gestaltwahrnehmung: Objekte werden als gut organisiert wahrgenommen, mehr als die Summe ihrer Teile.
- Theorie des unbewussten Schlusses: Unser Wissen basiert auf Erfahrung.
Indikatoren der Wahrnehmung
- Konvergenz
- Binokulare Disparität
- Netzhautbild