Weibliche Gameten: Eizelle, Eierstock- und Menstruationszyklus

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Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Gameten

Die weiblichen Gameten (Eizellen) unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht von den männlichen Gameten (Spermien):

  • Sie treten nicht ständig, sondern diskontinuierlich auf.
  • Die Produktion beginnt in der Pubertät und hält bis zur Menopause an.
  • Jede Ursprungszelle entwickelt sich zu einer Eizelle, während bei der Spermatogenese vier Gameten entstehen.
  • Eizellen werden in viel geringerer Zahl produziert als Spermien.

Die Eizelle (Ovum)

Die Eizelle besitzt 23 Chromosomen und weist folgende besondere Merkmale auf:

  • Die Eizelle ist eine große, runde Zelle.
  • Sie ist unbeweglich, da sie keine eigenen Fortbewegungsstrukturen besitzt.
  • Sie enthält Reservestoffe, um den Embryo in den ersten Tagen nach der Befruchtung zu ernähren.

Die Eizelle ist durch eine Hülle geschützt: die Zona pellucida und der Corona radiata (Strahlenkranz), bestehend aus Begleitzellen und schleimigen Substanzen.

Der Ovarielle Zyklus

Der ovarielle Zyklus findet in drei Phasen statt:

1. Follikelphase

Diese Phase dauert etwa 14 Tage. Sie wird durch das Follikel-stimulierende Hormon (FSH) gesteuert, das von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziert wird. FSH stimuliert die Entwicklung eines oder mehrerer Eibläschen (Follikel), wobei meist nur ein Follikel die Reife erreicht.

2. Ovulation (Eisprung)

Die Ovulation ist die Freisetzung der reifen Eizelle aus dem Eierstock. Dies geschieht infolge der Produktion des Luteinisierenden Hormons (LH) durch die Hypophyse.

3. Sekretorische Phase (Lutealphase)

Der zurückbleibende Follikel wandelt sich in den Corpus luteum (Gelbkörper) um. Dieser produziert 10 bis 12 Tage lang das Hormon Progesteron. Wenn keine Befruchtung eintritt, degeneriert der Gelbkörper, die Hormonproduktion stoppt und markiert den Beginn eines neuen Zyklus.

Der Uterine oder Menstruationszyklus

Der Zweck dieses Zyklus ist es, die Gebärmutter (Uterus) auf die Einnistung eines befruchteten Eis vorzubereiten. Dazu verdickt sich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), wird schwammig und stark durchblutet. Der Zyklus lässt sich in drei Phasen unterteilen:

1. Menstruationsphase

Diese Phase markiert den Anfang des Zyklus. Aufgrund eines abrupten Rückgangs der Eierstockhormone (Östrogen und Progesteron) wird die Schleimhaut abgestoßen. Kapillaren und Schleimhaut werden zusammen mit Blut ausgeschieden. Sie dauert 4–5 Tage.

2. Proliferationsphase

Die Gebärmutterschleimhaut wird unter dem Einfluss von Östrogen, das vom Eierstock produziert wird, wieder aufgebaut. Diese Phase dauert etwa 11 Tage.

3. Sekretorische Phase

Die Schleimhaut erreicht ihre maximale Dicke und bereitet sich darauf vor, das befruchtete Ei aufzunehmen und zu ernähren. Dies ist eine Folge des Progesterons, das vom Gelbkörper des Eierstocks abgesondert wird. Sie dauert etwa 12 Tage, bis die Hormonproduktion einstellt. Wenn eine Befruchtung stattfindet, sezerniert der Gelbkörper weiterhin Progesteron, um die Gebärmutterschleimhaut zu erhalten und eine Zerstörung zu verhindern.

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