Weimarer Republik und Aufstieg der NSDAP
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Die Weimarer Republik
Die Weimarer Republik. Die neue Republik auf der Grundlage einer demokratischen Verfassung und eines parlamentarischen politischen Systems konnte keine stabile Ordnung schaffen. Sie hatte sowohl links- als auch rechtsradikale Aufstandsversuche zu bewältigen. Im Jahr 1919 kam es zum Aufstand des Spartakusbundes, der von kommunistischen Kräften getragen wurde. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, und die Kommunisten empfanden eine starke Ablehnung gegenüber der Republik.
Der Aufstieg radikaler nationalistischer Gruppen, die der Regierung Verrat vorwarfen, weil sie die Bedingungen des Versailler Vertrags akzeptiert hatte, führte zu Putschversuchen, die teilweise die Unterstützung von Teilen der Armee fanden. Auch der von Adolf Hitler geführte Putschversuch scheiterte.
Die wirtschaftliche Situation war sehr schwierig: schwere Kriegsschulden und Reparationszahlungen führten zu einer steigenden Inflation und Entwertung der Deutschen Mark. Menschen mit festem Kapital wurden ruiniert; viele kleine Geschäfte mussten schließen, was zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führte. Die Krise erreichte ihren Höhepunkt im Jahr 1923, als Deutschland seine Zahlungen nicht mehr leisten konnte und französische Truppen das Ruhrgebiet besetzten. Zwischen 1924 und 1929 erlebte Deutschland eine Periode relativer Stabilität.
Doch die Krise von 1929 verschärfte die Lage erneut: die Arbeitslosigkeit stieg und erreichte etwa 6 Millionen Arbeitslose. Die regierenden Parteien der Weimarer Koalition (SPD, Zentrum und Deutsche Demokratische Partei) verloren die Unterstützung der Arbeiter sowie des verarmten Kleinbürgertums. Die verschiedenen Koalitionsregierungen verfügten nicht über ausreichende Mehrheiten im Parlament. Die ministerielle Instabilität (19 Regierungen in 13 Jahren) war ein Beweis für die Schwäche des parlamentarischen Systems.
Formation der NSDAP
Hitler begann seine politische Laufbahn in einer kleinen extremistischen, rassistischen und antikapitalistischen Partei, die sich Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) nannte. Hitler übernahm die Partei, reorganisierte sie und gab ihr eine gewaltsame Ausrichtung durch die Schaffung paramilitärischer Trupps, vor allem der SA (Sturmabteilung), die als Bedrohung und Einschüchterung gegenüber politischen Gegnern eingesetzt wurde.
Die Partei enthielt eine antijüdische Komponente und übernahm eine Reihe von Symbolen und Insignien (braunes Hemd, römischer Gruß, Hakenkreuz). Im Jahr 1923 führte der gescheiterte Putschversuch gegen die Weimarer Republik zur Verhaftung Hitlers; er verbüßte sechs Monate Haft. Während dieser Zeit schrieb er das Buch Mein Kampf, in dem er sein Denken und seine politische Agenda darlegte: Verachtung für die Demokratie, Hass gegen den Bolschewismus, die Forderung nach einer einheitlichen Führung, Antisemitismus, die Idee der arischen Überlegenheit und die Notwendigkeit eines Großreichs mit allen Gebieten der germanischen Bevölkerung sowie ein Programm territorialer Expansion.
Hitlers Stellung innerhalb der Partei und ihrer Führung wurde dadurch gestärkt; er wurde zum Führer (Leiter) der Partei und schuf die SS (Schutzstaffel) als eigene Schutzformation. Die wirtschaftliche Verbesserung zwischen 1924 und 1929 ließ die Nazis an Boden verlieren.
- SA (Sturmabteilung)
- SS (Schutzstaffel)
- Symbole: braunes Hemd, römischer Gruß, Hakenkreuz