Weltgeschichte 1900–1945: Revolutionen, Krisen und Kriege
Eingeordnet in Geschichte
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 10,6 KB
1. Die Russische Revolution
- Erste Ideen wurden umgesetzt, um einen Staat als praktische Alternative zur westlichen Demokratie und zum Kapitalismus zu schaffen.
- Ein sozialistisches Wirtschaftssystem, in dem alle Produktionsmittel im Besitz des Staates sind, wird durch einen zentralen Plan politisch integriert.
- Eine einzige politische Partei: die Kommunistische Partei, die die Regierung der Sowjets (Räte) anführt.
Wichtige Ereignisse der Russischen Revolution
- 1905: Erster revolutionärer Versuch schlägt fehl.
- Frühjahr 1917: Ein bürgerlicher Aufstand versucht, Russland in ein Land nach westeuropäischem Vorbild zu verwandeln.
- Oktober 1917: Kommunistische Revolution.
Folgen der Revolution
1917–1922: Im Bürgerkrieg gelingt es den Kommunisten, die Sowjetunion (UdSSR) auszurufen. Der Zar und seine Familie werden ermordet.
2. Die Goldenen Zwanziger und die Weltwirtschaftskrise
Die Roaring Twenties (Die Goldenen Zwanziger)
- Die USA werden zur weltweit führenden Wirtschaftsmacht und lösen Großbritannien ab.
- Sozialer Wandel:
- Die Mittelschicht genießt einen höheren Lebensstandard.
- Massenkultur: Radio, Kino, Sport.
- Emanzipation der Frauen: Erlangung des Wahlrechts.
Die Weltwirtschaftskrise von 1929
- 1929: Zusammenbruch der Börse an der Wall Street (New York).
- Die Krise breitet sich auf den Rest der Welt aus, da die USA ihre Investitionen zurückziehen. Dies betrifft insbesondere Lateinamerika (das nur Rohstoffe exportiert) und Europa (das viele US-Dollar-Investitionen erhalten hatte).
Folgen der Krise
- Schließung von Fabriken und Banken.
- Aufgabe der Landwirtschaft.
- Weit verbreitete Armut und Hunger.
- Niedriger Lebensstandard.
Lösungen für die Krise
- "New Deal": Regierungswechsel, Investitionen in öffentliche Arbeiten, Unterstützung der Landwirtschaft, Reaktivierung des Konsums.
Die Krise in Europa (1930er Jahre)
Die Krise führt zu Arbeitslosigkeit, Fabrik- und Bankenschließungen, politischer Instabilität und sozialen Unruhen. Dies schafft das Umfeld für den Spanischen Bürgerkrieg (1936–1939) und den Zweiten Weltkrieg (1939–1945).
3. Spanien 1903–1939: Von der Monarchie zum Bürgerkrieg
Die Monarchie Alfons XIII. (1902–1931)
- Konstitutionelle Monarchie (1902–1923): Demokratie mit zahlreichen sozialen und politischen Problemen (z. B. der "bolschewistische Dreijahreszeitraum" 1917–1920).
- Verlust des Kolonialreiches (1898): Krieg mit den USA; Verlust von Kuba, Puerto Rico und den Philippinen. Dies führte zur "Katastrophe von 98".
- Krieg in Marokko: Erster Drittel des 20. Jahrhunderts.
Die Diktatur von Primo de Rivera (1923–1930)
- General Primo de Rivera führt 1923 einen Staatsstreich durch, beendet die Demokratie und die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Debatten.
- Wichtige Maßnahmen:
- Öffentliche Arbeiten: Straßen, Sümpfe, Kanäle.
- Ende des Krieges in Marokko.
- Internationale Präsentation Spaniens (z. B. Weltausstellungen in Sevilla und Barcelona).
Die Zweite Spanische Republik (1931–1936)
- Kommunalwahlen (12. April 1931): Triumph der republikanisch-sozialistischen Koalition.
- 14. April 1931: Ausrufung der Republik.
- Provisorische Regierung unter Niceto Alcalá Zamora (Präsident).
- Wahlen im Juni 1931: Sieg der Republikaner und Sozialisten.
- Verabschiedung der Verfassung von 1931.
Reformistisches Biennium (1931–1933)
- Reformen in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft (Agrarreform) und Soziales.
- Trennung von Kirche und Staat.
- Opposition: Monarchistischer Putschversuch von General Sanjurjo (1932) scheitert. Anarchisten fordern die Revolution.
Konservatives Biennium (1933–1935)
- Ende aller Reformen der Republikaner und Sozialisten.
- Linke versuchen eine Revolution in Asturien (Oktober 1934).
Volksfront und Bürgerkrieg
- 1936 Wahlen: Triumph der Volksfront (Koalition linker Parteien: Republikaner, Sozialisten, Kommunisten, Nationalisten).
Der Spanische Bürgerkrieg (1936–1939)
Republikanische Zone (Die Loyalisten)
- Gebiete: Östliches Andalusien, Madrid, Katalonien, Levante, La Mancha, Aragón, Extremadura, Baskenland.
- Unterstützer: Proletariat, Arbeiter, Bauern, linke Intellektuelle (Sozialisten, Kommunisten).
Nationalistische Zone (Die Franco-Anhänger)
- Gebiete: Kanarische Inseln, Westliches Andalusien, Kastilien-León, Galicien, Marokko.
- Unterstützer: Kirche, Aristokratie, Bourgeoisie, Monarchisten, Teile der Armee, Faschisten (Falangisten).
Militärische Unterstützung
- Franco-Anhänger: Großteil der Armee, Kolonialarmee (Reguläre Truppen aus Marokko), deutsche Luftwaffe (Legion Condor) und italienische Legionäre.
- Republikaner: Die reguläre Armee war gespalten.
4. Die Zwischenkriegszeit und der Zweite Weltkrieg
Chronologie
- 1. April 1939: Ende des Spanischen Bürgerkriegs.
- 1. September 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs.
- 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs; Deutschland, Japan und Italien werden besiegt.
Die Zwischenkriegszeit (1919–1939) und der Totalitarismus
Das Aufkommen totalitärer Diktaturen:
- Rechte Diktaturen: Deutscher Nationalsozialismus und Italienischer Faschismus.
- Linke Diktaturen: Sowjetischer Kommunismus (UdSSR).
Merkmale des Nationalsozialismus
- Überlegenheit der arischen Rasse in Deutschland.
- Antisemitismus: Ausrottung des jüdischen Volkes.
- Militarismus: Krieg als Mittel zur Lösung internationaler Konflikte.
Der Zweite Weltkrieg (1939–1945)
- Achsenmächte: Deutschland, Italien und Japan.
- Alliierte: Großbritannien, Frankreich, USA, UdSSR.
- Opfer: Etwa 50 Millionen.
- Der Holocaust: 6 Millionen Juden wurden in Konzentrationslagern ermordet (die "Endlösung").
- Einsatz modernster Technologie, einschließlich der ersten Atombombe.
Verlauf des Krieges
- Deutschland greift Polen an und erringt schnelle Siege in Belgien, Frankreich, Holland und anderen europäischen Ländern. Nur Großbritannien leistet Widerstand. Italien tritt in den Krieg ein.
- 1941 greift Deutschland Russland an, und Japan greift die USA an.
- 1943 ändert sich das Blatt: Deutschland und Italien werden in Nordafrika geschlagen (Versuch, die Kontrolle über das Erdöl zu erlangen).
- Juni 1944: Die Alliierten landen in der Normandie und befreien Frankreich. Das Ende des Krieges naht. April 1945: Deutschland kapituliert. August 1945: Japan kapituliert.
Spanien im Zweiten Weltkrieg
Spanien blieb neutral, entsandte jedoch die Blaue Division (Freiwillige der Falange) zur Unterstützung des Kampfes gegen den russischen Kommunismus.
Organisation des Friedens nach 1945
- Treffen der Führer der Siegermächte zur Organisation des Friedens (Konferenzen von Jalta und Potsdam). Teilnehmer waren Churchill, Roosevelt und Stalin.
- Gründung der Vereinten Nationen (UN) als weltweite Organisation zur Lösung von Problemen durch Dialog.
- Ziel: Die Vermeidung eines Dritten Weltkriegs.
5. Der Erste Weltkrieg (1914–1918)
Kriegsparteien
- Alliierte (Entente): Großbritannien, Frankreich, Russland (bis 1917), USA (ab 1917).
- Mittelmächte: Deutschland, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich (Türkei).
Ursachen des Krieges
- Der "Bewaffnete Frieden": Das Allianzsystem, das verschiedene Länder gegeneinander aufstellte.
- Balkankrise.
- Imperialismus.
Bündnissysteme
- Dreibund: Deutschland, Österreich-Ungarn, Italien.
- Triple Entente: Großbritannien, Frankreich, Russland.
Phasen des Ersten Weltkriegs
- Bewegungskrieg (1914).
- Stellungskrieg (1914–1917).
- Krise des Jahres 1917:
- Russische Revolution: Der Zar wird entthront. Die neue kommunistische Regierung unterzeichnet den Vertrag von Brest-Litowsk. Russland scheidet aus dem Krieg aus und verliert große Gebiete an Deutschland.
- Kriegseintritt der USA: Die USA treten auf Seiten der Alliierten in den Krieg ein und bringen frische Truppen und eine leistungsstarke Industrie mit.
- Offensive 1918: Die Unterstützung der USA verhindert eine deutsche Offensive. Die Alliierten starten eine Gegenoffensive. Die Mittelmächte kapitulieren.
Kaiser Wilhelm II. dankt ab. Der Krieg endet im November 1918.
Folgen und Friedensschluss
- Opfer: Sehr hohe Opferzahlen (z. B. 1,7 Millionen Russen, 1,2 Millionen Deutsche).
- Waffen: Einsatz moderner Waffen mit großer Zerstörungskraft (Flugzeuge, U-Boote, Panzer, Giftgas).
- Spanien: Blieb während des Ersten Weltkriegs neutral. Das Land war gespalten in Germanophile und Pro-Alliierte. Spanien profitierte durch den Verkauf von Waffen und Lebensmitteln.
Der Frieden von Paris (1919)
- Der wichtigste Vertrag war der Vertrag von Versailles.
- Der Friedensschluss war inspiriert von den 14 Punkten des US-Präsidenten Wilson.
- Gründung des Völkerbundes zur Vermeidung neuer Kriege.
- Es entsteht eine neue Weltkarte, in der einige Völker die Unabhängigkeit erlangen. Frankreich und Großbritannien erhalten die deutschen Kolonien.
Die Welt nach dem Ersten Weltkrieg
- Wirtschaft: Krise, insbesondere in Deutschland. Der Dawes-Plan ermöglichte Deutschland Kredite, um Reparationen an Frankreich und England zu zahlen. Wirtschaftliche Erholung um 1923 ("Glückliche Zwanziger").
- Politik: Instabilität und Revolutionen. Aufkommen von Diktaturen:
- Rechte: Italien (Mussolini), Spanien (Primo de Rivera).
- Linke: UdSSR (Lenin, Stalin).