Weltgeschichte: Zweiter Weltkrieg und Wirtschaftskrise
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Die Achse Berlin-Rom-Tokio und der Zweite Weltkrieg
Maßnahme: Im Jahr 1936 bildeten Deutschland und Italien die Achse Berlin-Rom. Später trat Italien dem Antikominternpakt zwischen Deutschland und Japan bei, woraus die Achse Berlin-Rom-Tokio entstand.
Auswirkungen und Folgen des Krieges
- 55 Millionen Tote: Davon war etwa die Hälfte der Opfer Zivilisten.
- Holocaust: Der Nationalsozialismus verursachte den jüdischen Genozid mit ca. 6.000.000 Toten in den Vernichtungslagern.
- Vertreibung: Millionen von Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben.
- Grenzneuordnungen: Viele der nach dem Ersten Weltkrieg festgelegten Grenzen wurden neu angepasst.
- Zerstörung: Europa war am Boden zerstört; die materiellen Verluste konnten nie exakt berechnet werden.
- Wirtschaftlicher Niedergang: Der europäische Lebensstandard sank drastisch. Die Preise stiegen aufgrund der Knappheit an Produkten. Die Zahl der Arbeitslosen ging in die Millionen, was durch die Kriegswirtschaft nicht unmittelbar behebbar war.
- Politische Umbrüche: In Osteuropa wurden durch die UdSSR kommunistische Regime errichtet, die sogenannten Volksdemokratien.
- Moralische Krise: Eine tiefe moralische Krise entstand, als das volle Ausmaß der begangenen Gräueltaten bekannt wurde.
- Machtverschiebung: Das Machtzentrum verlagerte sich von Europa hin zu den USA und der Sowjetunion.
Die Aufteilung Deutschlands
Das Land wurde in vier Besatzungszonen unterteilt, die von den Vereinigten Staaten, der Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich besetzt wurden. Die gleiche Aufteilung und Besetzung erfolgte in der Hauptstadt Berlin. Damit verschwand Deutschland vorerst als souveräner Staat.
Der Übergang zur Demokratie: Die Regierung Adolfo Suárez
Im Juli 1976 wurde Adolfo Suárez vom König zum Ministerpräsidenten ernannt. Obwohl er aus dem Franco-Regime stammte, entwickelte er ein Reformprogramm zur Einführung der Demokratie:
- Reform des Strafgesetzbuches zur Legalisierung politischer Parteien und eine umfassende Amnestie für politische Gefangene.
- Im November 1976 wurde das Gesetz für die politische Reform verkündet.
- Im März 1977 wurde das Streikrecht reguliert.
- Im April 1977 wurden die Kommunistische Partei und die Gewerkschaften legalisiert.
- Am 15. Juni 1977 fanden die ersten allgemeinen Wahlen statt.
- Es wurde eine Verfassung ausgearbeitet, die am 6. Dezember 1978 in einem Referendum angenommen wurde.
Die Weltwirtschaftskrise von 1929
Im Jahr 1923 gab es zunächst eine wirtschaftliche Erholung mit steigender Produktion, Massenkonsum und erheblichem globalem Handel. Doch im Oktober 1929 folgte der Zusammenbruch der New Yorker Börse. Was als Finanzkrise begann, entwickelte sich zu einer schweren Wirtschaftskrise mit gravierenden sozialen und politischen Folgen.
Ursachen der Krise
Der Hauptgrund war die Überproduktion landwirtschaftlicher und industrieller Güter, die am Markt keinen Absatz mehr fanden. Unternehmen erzielten keine Gewinne mehr, und die Aktienwerte stürzten ab. Investoren versuchten massenhaft, ihre Aktien zu verkaufen, was den Wertverfall beschleunigte. Banken, die Kredite für Aktienkäufe gewährt hatten, brachen zusammen, da sie die Darlehen nicht zurückfordern konnten.
Keynesianismus und der New Deal
Die Theorien von J.M. Keynes
Der britische Ökonom John Maynard Keynes veröffentlichte 1936 seine Theorien, in denen er dem Staat die Rolle des Organisators der Wirtschaft zusprach: Kontrolle von Preisen und Löhnen, Subventionierung von Unternehmen zur Beschäftigungsförderung, Investitionen in öffentliche Arbeiten und die Schaffung einer staatlichen Arbeitslosenversicherung.
Die Wirtschaftspolitik des New Deal
In den USA führte Präsident Roosevelt den New Deal (Neuverteilung) ein. Die Maßnahmen umfassten:
- Staatliche Darlehen zur Stützung der Banken.
- Erhöhung der Löhne und Verkürzung der Arbeitszeiten.
- Hilfsprogramme für Arbeitslose.
- Massive Investitionen in öffentliche Bauvorhaben zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
Durch diese Maßnahmen wurde der Motor der kapitalistischen Wirtschaft – der Konsum – wieder angeworfen.