Die Weltkriege (1914–1945): Ursachen, Phasen und Folgen
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Der Erste Weltkrieg (1914–1918)
Ursachen des Ausbruchs
- Territoriale Ansprüche verschiedener Länder (z. B. Russland) und wirtschaftliche Rivalitäten (insbesondere zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich).
- Spannungen zwischen den Großmächten, insbesondere Österreich-Ungarn.
- Koloniale Interessen und die Bildung der Bündnissysteme (Dreibund gegen Triple Entente).
Merkmale des Konflikts
- Einsatz neuer Waffen- und Verteidigungssysteme.
- Veränderte Rolle der Frauen in der Arbeitswelt.
- Die Wirtschaft war vollständig auf den Krieg ausgerichtet; das einzige Ziel war die Produktion von Waffen.
- Propaganda zur Aufrechterhaltung der Moral der Bevölkerung.
Phasen des Ersten Weltkriegs
- Bewegungskrieg (1914): Deutschland führte den Schlieffen-Plan durch.
- Stellungskrieg (1915–1916): Trat ein, als der Einsatz neuer Waffen den schnellen Fortschritt verhinderte.
- Wichtige Entwicklungen (1917): Russische Revolution und Kriegseintritt der USA auf Seiten der Alliierten.
- Ende des Krieges (1918): Die Alliierten gewannen dank der Unterstützung der US-Armee.
Der Friede von Paris und die Verträge
Die Friedensverträge wurden auf Grundlage der 14 Punkte von US-Präsident Wilson unterzeichnet. Wilson setzte sich dafür ein, dass die Interessen des amerikanischen Volkes am Frieden gewahrt blieben.
Wichtige Verträge:
- Versailles: Mit Deutschland.
- Trianon: Mit Ungarn.
- Saint-Germain: Mit Österreich.
- Neuilly: Mit Bulgarien.
- Sèvres: Mit dem Osmanischen Reich (Türkei).
Folgen des Krieges
- Große Verluste an Menschenleben.
- Soziale und territoriale Veränderungen in Europa.
- Wirtschaftliche Katastrophe für Europa.
Der Zweite Weltkrieg (1939–1945)
Ursachen des Ausbruchs
- Die territoriale Expansion der totalitären Staaten führte zum Zusammenbruch des internationalen Friedens.
- Die demokratischen Nationen (Frankreich und Großbritannien) verfolgten eine Appeasement-Politik.
- Die Bildung der Achsenmächte Berlin – Tokio – Rom.
- Der deutsche Überfall auf Polen im Jahr 1939 provozierte die Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs an Deutschland.
Phase 1: Die Expansion der Achsenmächte (1939–1941)
- Deutschland überfällt Polen (1939).
- Eroberung Dänemarks und Norwegens (1940).
- Besiegung Belgiens und Frankreichs; Scheitern der Invasion gegen England (Luftschlacht um England).
- Deutschland zwang Ungarn, die Slowakei, Rumänien und Bulgarien, der Achse beizutreten.
- 1941: Invasion Jugoslawiens und Griechenlands; Angriff auf die UdSSR, die jedoch Widerstand leistete.
- Kriegseintritt der USA nach dem Angriff auf Pearl Harbor.
Phase 2: Die Wende und das Kriegsende (1942–1945)
- Die Alliierten (unter Koordination von Roosevelt, Churchill und Stalin) leiteten eine Offensive ein und besiegten die Achsenmächte.
- Deutschland und Italien wurden in Afrika besiegt.
- 1944: Landung der Alliierten in der Normandie.
- 1945: Die Sowjets nehmen Berlin ein; Adolf Hitler stirbt.
- Das Japanische Kaiserreich leistete weiterhin Widerstand, bis die USA Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen.
Folgen des Zweiten Weltkriegs
- Tod von mehr als 50 Millionen Menschen.
- Der Holocaust: Die systematische Vernichtung von Bevölkerungsgruppen, insbesondere Juden, Sinti und Roma.
- Internationale Beziehungen: Die Macht der europäischen Länder wurde zugunsten der USA und der UdSSR reduziert (Beginn des Kalten Krieges).
- Territoriale Veränderungen: Deutschland verlor Gebiete und wurde in Besatzungszonen (USA, UdSSR, UK, Frankreich) aufgeteilt. Japan verlor ebenfalls Gebiete.
- Wirtschaftliche Folgen: Europa war hoch verschuldet. Die USA, die weniger stark betroffen waren, halfen Europa beim Wiederaufbau durch den Marshallplan.