Die Weltwirtschaftskrise 1929 und ihre Folgen

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Der Crash von 1929

Ursachen des Crashs

Reale Faktoren

  • Die Nachfrage wuchs nicht schnell genug.
  • Das Überangebot aus dem Ausland führte zu einem Rückgang der Preise.

Monetäre Faktoren

Es kam zu einer Bankenkrise, verursacht durch unbezahlte Kredite insolventer Unternehmen. Panik brach aus: Da die Einlagen nicht ausgezahlt werden konnten, führte dies zur Insolvenz vieler Banken.

Wirtschaftliche Folgen

In den Industrieländern gab es einen deutlichen Rückgang des BIP und der ins Ausland verkauften Produkte. Der größte Rückgang war in den USA und Deutschland zu verzeichnen. Deutschland drohte, in dieser Zeit zu scheitern, begann sich aber später zu erholen. Zwischen 1929 und 1939 gab es kaum Veränderungen. Die Krise dauerte bis 1933, von wo aus die Erholung begann.

Am anderen Ende der Skala stand die UdSSR, die isoliert war und wenig mit der kapitalistischen Welt zu tun hatte; sie verzeichnete deutliche Zuwachsraten. Frankreich und Großbritannien lagen dazwischen, wo die Auswirkungen geringer waren. In Frankreich trat die Krise erst 1936 auf, da Frankreich als einziges Land seine Währung an seine wirtschaftliche Situation koppelte.

(Das Volumen der Exporte reduzierte sich, motiviert durch niedrigere Preise; die fallenden Rohstoffpreise erreichten einen Rückgang von 50%.)

Soziale Folgen

Die erwerbstätige Bevölkerung sank, während die Arbeitslosigkeit stark anstieg (z. B. 25 % in den USA und 19 % in Kanada). Da es damals keine Arbeitslosenversicherung gab, führte diese hohe Arbeitslosigkeit zu zunehmender Armut.

Die Reaktion auf die Krise

Klassische Lösungsansätze und ihr Scheitern

Die ersten Lösungsansätze basierten auf der Theorie der klassischen Wirtschaft. Man versuchte, durch öffentliche Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor private Investitionen zu fördern, Kredite zu reduzieren und Löhne zu kürzen, um Kosten zu senken und Gewinne zu steigern.

Dies war jedoch ein Fehlschlag, da:

  • Die Reduzierung der öffentlichen Ausgaben niedrigere Preise begünstigte.
  • Die Lohnkürzungen zu einem Rückgang des privaten Konsums führten.
  • Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sank, was wiederum die Investitionsbereitschaft verringerte.

Die Länder suchten daraufhin eigene Lösungen. Die meisten dieser neuen Lösungen basierten auf dem wirtschaftlichen Denken von Keynes.

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