Die Weltwirtschaftskrise und die Krise der Demokratie

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Die 1920er Jahre: Internationale Wirtschaftspolitik

In den ersten Nachkriegsjahren herrschte ein Mangel an internationaler Zusammenarbeit sowie eine Zunahme protektionistischer Maßnahmen. Die Annahme des Dawes-Plans zielte auf die Verbesserung der europäischen Wirtschaft ab.

Ziele des Dawes-Plans für Deutschland

  • Normalisierung der deutschen Wirtschaft durch die Stabilisierung der Währung.
  • Regelmäßige Zahlung der Kriegsentschädigungen (Reparationen).
  • Gewährung amerikanischer Kredite für die deutsche Wirtschaft.
  • Einführung einer neuen Währung in Deutschland.

Wirtschaftswachstum in den USA und Europa

In den USA kam es zu einem starken wirtschaftlichen Wachstum (U.S. Economic Growth), erhöhter Produktion, niedrigeren Preisen und der Entwicklung neuer Industriezweige.

Die Situation in Europa gestaltete sich wie folgt:

  • Frankreich: Industrielles Wachstum (Industrial Growth).
  • Großbritannien: Wirtschaftliche Stagnation.
  • Deutschland: Schwere Krise im Jahr 1925 mit anschließender Erholung.

Die Krise von 1929

Ursachen der Weltwirtschaftskrise

  • Krise im Industrie- und Bausektor.
  • Erhöhte Aktienspekulation.
  • Der Anstieg der Börsenkurse spiegelte nicht die reale Situation der Wirtschaft wider.

Der Zusammenbruch der Börse

Am Schwarzen Donnerstag wurden 13 Millionen Aktien zum Verkauf angeboten, doch es fanden sich keine Käufer. In den folgenden Tagen gingen weitere Millionen Aktien in den Verkauf, ebenfalls ohne Käufer. Die Aktien verloren massiv an Wert.

Folgen der Krise in den USA und weltweit

In den USA kam es zur Zerstörung von Ersparnissen, einem Rückgang von Verbrauch und Investitionen, dem Zusammenbruch des Finanzsystems sowie einem massiven Einbruch der Industrie und steigender Arbeitslosigkeit.

Die Krise breitete sich weltweit mit folgenden Konsequenzen aus:

  • Die USA repatriierten ihre Investitionen aus Europa, was zum Untergang der Wirtschaft dieses Kontinents führte.
  • Alle Länder erhöhten protektionistische Barrieren im internationalen Handel, statt sie zu reduzieren.

Die Große Depression der 1930er Jahre

Diese Ära war geprägt durch das Scheitern der Deflationspolitik, erhöhten Protektionismus und die fehlende Einigung zwischen den Ländern zur gemeinsamen Bewältigung der Krise.

Die Krise der Demokratie

Es entwickelte sich eine wachsende politische Radikalisierung mit zunehmendem Extremismus auf der rechten und der linken Seite.

  • Unzufriedenheit: Die Unzufriedenheit der Politiker in Italien oder Deutschland mit den Friedensabkommen des Ersten Weltkriegs wuchs.
  • Instabilität: Die Wirtschaftskrise und die Unfähigkeit der parlamentarischen Regierungen, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, führten zu Instabilität.

Spaltung des europäischen politischen Systems

Westeuropäische Nationen und nordische Länder mit langer demokratischer Tradition schafften es, ihre Institutionen zu erhalten. In den Ländern Mitteleuropas, des Mittelmeerraums und des Balkans wurden hingegen rechtsgerichtete Diktaturen eingeführt.

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