Wichtige Konzepte der Frühen Neuzeit: Wirtschaft, Landwirtschaft und Aufklärung
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Merkantilismus: Wirtschaftssystem der Frühen Neuzeit
Der Merkantilismus war das vorherrschende Wirtschaftssystem, das ungefähr zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert praktiziert wurde. Die zentrale Annahme war, dass ein Staat nur dann reich und mächtig ist, wenn er über große Mengen an Gold und Silber verfügt. Um dies zu erreichen, mussten die Staaten die Exporte maximieren und die Importe minimieren.
Die Staaten übten eine starke Kontrolle über Produktion und Handel aus. Importe wurden durch die Einführung strenger Zollmaßnahmen an den Grenzen stark beschränkt.
Das Norfolk-System in der Landwirtschaft
Das Norfolk-System ist ein landwirtschaftliches Anbausystem, das den wechselnden Anbau von Leguminosen und Futterpflanzen vorsieht. Dieses System ermöglichte eine größere Ausbeute des Landes, da es die traditionelle Praxis der Brache ersetzte, bei der ein Teil des Bodens ungenutzt bleiben musste.
Die Französische Revolution (1789)
Die Französische Revolution war ein revolutionärer Prozess, der die Umwandlung des Ancien Régime (des ehemaligen Regimes) zum Ziel hatte. Sie war das Ergebnis einer Reihe miteinander verknüpfter Faktoren:
- Die Überlebenskrise, die zu einer massiven Verarmung führte.
- Die wachsende Unzufriedenheit der Bourgeoisie.
- Die Verbreitung liberaler Ideen in Politik und Wirtschaft.
- Die Notwendigkeit einer Fiskalreform, die zur Einberufung der Generalstände führte.
Schlüsseldenker der Aufklärung
John Locke
Locke schlug eine neue Staatsform vor, die die Konzentration der Macht in den Händen weniger vermeiden und die einzigartigen individuellen Freiheiten gewährleisten sollte.
Voltaire
Voltaire kritisierte die zeitgenössische Gesellschaft scharf und wurde zu einem leidenschaftlichen Verfechter der Gedankenfreiheit und der religiösen Toleranz.
Montesquieu
Montesquieu war überzeugt, dass Freiheit nur dann existieren kann, wenn die Machtkonzentration des absoluten Monarchen reduziert wird. In seinem Werk Vom Geist der Gesetze plädierte er für einen Staat, der auf der Verteilung der Zuständigkeiten basiert (Gewaltenteilung):
- Legislative: Macht die Gesetze.
- Exekutive: Ist für die Ausführung zuständig.
- Judikative (Justiz): Wendet die Gesetze an und gewährleistet deren Einhaltung.
Jede dieser Gewalten muss in einer unabhängigen Institution von den beiden anderen verankert sein.
Jean-Jacques Rousseau
In seinem Hauptwerk Vom Gesellschaftsvertrag argumentierte Rousseau, dass die Souveränität des Volkes die sicherste Garantie für die Rechte des Einzelnen sei. Er verteidigte ein politisches System, das diese Rechte garantiert, die Volkssouveränität anerkennt und das Recht des Volkes auf Mitwirkung bei der Gesetzgebung gewährleistet.