Die wichtigsten Biome der Erde: Klima, Flora und Fauna
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Mediterraner Wald (Hartlaubwald)
- Verbreitung: Dieses Biom findet sich nicht nur in den Mittelmeerländern, sondern auch in Südaustralien, Chile und entlang der amerikanischen Pazifikküste, insbesondere in Kalifornien.
- Klima: Das Klima ist relativ mild, gekennzeichnet durch heiße und trockene Sommer. Man könnte sogar von einer fünften Jahreszeit sprechen: dem Sommer.
- Flora: Charakteristisch sind immergrüne Bäume (z. B. Eichen, Korkeichen).
- Fauna: Es gibt eine Vielzahl von Kaninchen, Vögeln, Reptilien und Insekten.
- Menschlicher Einfluss: In stark vom Menschen beeinflussten Gebieten dominiert dichte, räuberische Vegetation (Macchie, Garrigue, Besen).
Savanne
- Verbreitung: Nimmt Teile von Zentralafrika, Südamerika, Nordaustralien und Südostasien ein.
- Vegetation: Die Savanne besteht aus hohen Gräsern mit vereinzelten Bäumen, deren Kronen sich nur selten berühren. Die Bäume sind laubabwerfend und verlieren ihre Blätter während der Trockenzeit.
- Typische Arten: Typisch für die afrikanische Savanne sind Akazien mit flachen Kronen. Am häufigsten kommen jedoch Gräser vor.
- Fauna: Vorherrschend sind große Pflanzenfresser sowie Fleischfresser und Raubtiere.
Äquatoriale und tropische Wälder (Regenwälder)
- Verbreitung: Der äquatoriale Wald befindet sich im Amazonasbecken, in Zentralafrika und in Indomalaysia.
- Klima: Die Temperatur ist relativ hoch und konstant. Es gibt das ganze Jahr über reichlich Regen, weshalb kaum Jahreszeiten zu unterscheiden sind.
- Flora: Die Flora ist reich und vielschichtig mit einer Vielzahl von immergrünen Bäumen. Um die Stämme der Bäume herum wachsen viele Epiphyten (Pflanzen, die auf anderen Pflanzen leben), wie Lianen und Moose.
- Tropische Wälder: Einige tropische Wälder sind ähnlich, weisen jedoch weniger Regen auf und sind durch eine Trockenzeit gekennzeichnet, während andere warm und feucht sind.
- Fauna: Tiere sind zahlreich und von allen Arten vertreten.
Wüsten
- Charakteristik: Ihr wichtigstes Merkmal ist die außergewöhnliche Trockenheit.
- Anpassung: Pflanzen und Tiere sind rar und speziell angepasst, um diesen ungünstigen Witterungsbedingungen standzuhalten.
- Landschaft: In der Wüste dominieren geologische Komponenten die Landschaft.
Tundra
- Verbreitung: Ein Gürtel rund um den Nordpol, aber auch in der Antarktis und in Feuerland (Tierra del Fuego) auf der Südhalbkugel.
- Boden: Der Boden ist das ganze Jahr über gefroren (Permafrost). Nur für etwa zwei Monate im Sommer taut die oberste Schicht auf, wird zu Wasser und vernässt (Staunässe).
- Niederschlag: Regen ist selten; es dominiert Schnee.
- Flora: Charakteristisch sind Flechten, Moose und niedrig wachsende Büsche.
- Fauna: Typische Tiere sind Rentiere, Schneehasen und Wölfe. Insekten sind im Sommer ebenfalls häufig.
Taiga oder Borealer Nadelwald
- Verbreitung: Bildet einen Gürtel südlich der Tundra in der nördlichen Hemisphäre.
- Klima: Das Klima ist kontinental mit langen, kalten Wintern.
- Flora: Häufige Pflanzen sind Nadelbäume wie Kiefern oder Tannen.
- Fauna: Zu den Tieren gehören Wölfe, Füchse, Hirsche und Bären.
Gemäßigter Laubwald
Südlich der Taiga erstrecken sich gemäßigte Laubwälder und Steppen. Die Steppenzone liegt im Zentrum der Kontinente, während die Laubwälder in Gebieten mit einem durch ozeanischen Einfluss gemilderten Klima vorkommen.
- Verbreitung: Der gemäßigte Laubwald ist in Europa und Nordamerika verbreitet.
- Klima: Die Niederschläge sind reichlich und die Temperaturen mild.
- Flora: Es überwiegen Laubbäume wie Eichen, Kastanien und Walnüsse.
- Fauna: Tiere sind im Überfluss und von allen Arten vorhanden (Nagetiere, Rehe, Vögel, Insekten).
Die Steppe
- Klima: Steppen liegen zwischen Regionen mit langen Dürreperioden, heißen Sommern und sehr kalten Wintern.
- Verbreitung: In Eurasien bilden sie einen zusammenhängenden Gürtel, der sich von der Ukraine bis in die Mongolei erstreckt. In Nordamerika sind dies die Prärien und im Süden die Pampas.
- Vegetation: Die Steppe ist baumlos, aber reich an Gräsern.
- Fauna: Die Fauna ist reich an großen Pflanzenfressern, Höhlenbewohnern und Raubvögeln.