Der Wilson-Zyklus: Phasen der Plattentektonik erklärt
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Der Wilson-Zyklus
1. Aufbrechen der Lithosphäre: Die Frakturierung der Lithosphäre erfolgt aufgrund ihrer Rigidität. Das aufsteigende Magma blockiert die Lithosphäre zugunsten bewegter Strukturen und initiiert die Bildung eines intrakontinentalen Rift-Valleys.
2. Ausbau des Meeresbodens: Ein Ozean beginnt sich zu öffnen.
3. Reifes Ozeanbecken: Das Wachstum des Meeresbodens ermöglicht die Entwicklung eines reifen ozeanischen Beckens mit stabilen Kontinentalrändern. An den Rändern dieser Becken findet eine bedeutende Sedimentablagerung statt.
4. Beginn der Subduktion: Die stabilen Kontinentalränder werden aktiv, sobald die ozeanische Lithosphäre in die Subduktion sinkt.
5. Reduktion des Ozeans: Die Verkleinerung des Ozeans ist deutlich erkennbar. An den aktiven Kontinentalrändern bilden sich Gebirgszüge.
6. Kollision und Gebirgsbildung: Die ozeanische Lithosphäre subduziert vollständig, bis das Meer geschlossen ist. Die Kontinente kollidieren und es entsteht ein intrakontinentaler Gebirgszug. Ein Beispiel aus der Tertiärzeit ist die Konvergenz der Indischen Platte mit der Eurasischen Platte, die zur Hebung des Himalaya-Gebirges führte.
Art der Konvergenz
Ozean-Ozean-Konvergenz
Eine ozeanische Platte sinkt unter eine andere ozeanische Platte in einem Prozess, der als Subduktion bezeichnet wird. Die abtauchende Platte folgt einem flachen Winkel, der als Benioff-Zone bekannt ist. Auf der überfahrenden Platte entwickelt sich ein Inselbogen. Die tiefsten ozeanischen Gräben befinden sich auf der konvexen Seite der Inselbögen.
Ozean-Kontinent-Konvergenz
Bei der Subduktion sinkt eine ozeanische Platte unter einen Kontinent. Aufgrund des starken Drucks entstehen hierbei Randgebirge. Die Subduktionszone wandert dabei entlang der konvergenten Plattengrenze.
Kontinent-Kontinent-Konvergenz
Wenn zwei kontinentale Platten aufeinandertreffen, endet der Prozess mit der Kollision der beiden Blöcke. Einer der Blöcke schiebt sich über den anderen in einem Mechanismus, der als Obduktion bezeichnet wird. Die hohen Drücke an diesen Grenzen führen zur Entstehung von intrakontinentalen Hochgebirgen.