Wirbellose Tiere: Schwämme, Nesseltiere, Weichtiere, Ringelwürmer & Gliederfüßer

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Übersicht der wirbellosen Tiere

Porifera (Schwämme), Nesseltiere, Weichtiere (Mollusken), Anneliden und Stachelhäuter bzw. Arthropoden sind wichtige Gruppen der Wirbellosen. Im Folgenden werden diese Hauptgruppen beschrieben.

Porifera (Schwämme)

Das sind die Schwämme (Porifera). Diese Tiere leben in der Regel als sessile Wasserorganismen, meist im marinen Bereich, oft an Felsen im flachen Wasser befestigt. Ihr Körper hat eine schwammartige, sackförmige Gestalt mit Poren und Öffnungen. Die Wände sind vielfach durch kleine Poren perforiert; größere Öffnungen werden meist als oscula (Ausstromöffnungen) bezeichnet.

Nesseltiere (Cnidaria)

Zu dieser Gruppe gehören Quallen, Seeanemonen, Hydra und Korallen. Alle diese Tiere leben im Wasser, sowohl in Süß- als auch in Salzwasser, wobei die meisten marine Formen sind. Der Leib der Cnidaria ist durch einen Hohlraum reduziert: den Magen-Darm-Raum, der mit der Außenwelt durch eine einzige Öffnung verbunden ist, die sowohl als Mund als auch als After dient. Dieser Bereich ist von Tentakeln umgeben.

Bei Nesseltiere gibt es zwei grundsätzliche Körperformen:

  • Polypen: sackförmige Organismen, die am Boden befestigt leben.
  • Medusen (Quallen): schirmförmige Formen mit gallertiger Konsistenz. Sie bewegen sich durch Kontraktion des Körpers oder werden von Meeresströmungen fortgetragen.

Weichtiere (Mollusca)

Zu den Weichtieren gehören Tintenfische, Kalmar, Sepien, Miesmuscheln, Venusmuscheln, Austern, Schnecken und Nacktschnecken. Die meisten dieser wirbellosen Wasserorganismen kommen in Süß- und Salzwasser vor, einige Weichtiere leben an Land (z. B. Landschnecken).

Trotz ihrer Vielfalt haben alle Weichtiere gemeinsame Merkmale:

  • ein weicher Körper, der von einer äußeren Schicht, dem Mantel, umgeben ist,
  • eine Eingeweidemasse (viszerale Masse), in der die inneren Organe liegen,
  • einen inneren oder äußeren Panzer / eine Schale (mit seltenen Ausnahmen wie Nacktschnecken oder Kraken), die Stabilität und Schutz bietet,
  • einen muskulösen Fuß zur Fortbewegung,
  • ein Mund und ein Anus sowie Sinnesorgane für Gleichgewicht, Geruch, Geschmack, Tastsinn und Sehen.

Die wichtigsten Klassen der Mollusken sind:

Bivalvia (Muscheln)

Die Lebenden Muscheln (Bivalvia) bestehen aus zwei durch ein Scharnier verbundenen Schalen und haben keinen ausgeprägten Kopf. Beispiele sind Miesmuscheln, Austern und Herzmuscheln.

Gastropoda (Gastropoden)

Bei Gastropoden besteht die Schale in der Regel aus einem gewundenen Stück. Sie besitzen einen ausgeprägten Kopf mit Mund und meist zwei Paar Tentakel. Zu dieser Klasse gehören Schnecken und Nacktschnecken, sowohl aquatisch als auch terrestrisch.

Cephalopoda (Kopffüßer)

Die Kopffüßer haben einen gut entwickelten Kopf mit Augen und einem kräftigen Mund. Rund um den Mund befindet sich meist ein Radula-ähnliches Gebilde und ein Trichter, durch den Wasser ausgestoßen wird. Sie besitzen Tentakel zur Beuteerfassung. Beispiele sind Tintenfische, Kalmar und Oktopus (Kraken).

Anneliden (Ringelwürmer)

Zur Gruppe der Anneliden gehören Regenwürmer und Blutegel. Regenwürmer leben meist in feuchten terrestrischen Lebensräumen, Blutegel hingegen in aquatischen Umgebungen. Der Körper dieser Tiere ist in viele ringförmige, zylindrische Segmente gegliedert, sowohl äußerlich als auch innerlich, ein Zustand, der als Metamerie bezeichnet wird. In vielen Segmenten finden sich wiederholte Organe wie Verdauungs- und Ausscheidungsorgane, Nervenstränge und Blutgefäße.

Der vordere Teil des Körpers enthält den Mund, der hintere Teil den After.

Arthropoden (Gliederfüßer)

Die Arthropoden stellen die größte und vielfältigste Gruppe im Tierreich dar; dazu gehören Gliederfüßer wie Tausendfüßler, Insekten, Spinnen, Krebstiere (z. B. Garnelen) und viele weitere Formen. Sie leben in allen bekannten Lebensräumen: im Wasser (Süß- und Salzwasser) sowie an Land.

Gemeinsame Merkmale erwachsener Arthropoden sind unter anderem:

  • ein segmentierter Körper, der in funktionelle Abschnitte gegliedert ist (z. B. Kopf, Thorax, Abdomen),
  • ein harter, äußerer Panzer (Exoskelett) aus Chitin,
  • gegliederte Anhängsel (Beine, Antennen),
  • häutungsbedingtes Wachstum (gelegentliches Häuten, Ecdysis),
  • komplexe Sinnesorgane und oft hochentwickelte Verhaltensweisen.

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