Wirtschaft, Imperialismus und Globalisierung im 19. Jahrhundert
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Wirtschaftsformen und Imperialismus im 19. Jahrhundert
Freihandel (Freiverkehr)
Der Freihandel etablierte sich vor allem in England im 18. Jahrhundert als vorherrschende Wirtschaftspraxis. Er fördert den Handel zwischen den Ländern und lehnt Protektionismus ab. Ziel ist die Stärkung der nationalen Exportindustrie.
Kartell (Statt „Plakat“)
Ein Kartell ist eine Vereinbarung zwischen mehreren Unternehmen derselben Branche, um gegenseitigen Wettbewerb zu vermeiden. Dies beinhaltet die Regulierung von:
- Produktion und Verkauf
- Fixierung von Preisen
Kartelle versuchen, den Wettbewerb anderer Unternehmen zu beseitigen, um ein Monopol zu schaffen.
Faschoda-Zwischenfall (1898–1899)
Franzosen und Briten planten den Bau einer Eisenbahnlinie, die ihre afrikanischen Kolonien verbinden sollte. Die Franzosen entsandten ein Heer aus dem Westen unter Commander Marchand, während die Briten dasselbe aus Ägypten unter General Kitchener taten.
Aufgrund der zahlenmäßigen Unterlegenheit ihrer Truppen zogen sich die Franzosen zurück. Die Briten konnten daraufhin die Region des Sudan kontrollieren und sicherten sich eine fast ununterbrochene Herrschaft über die Gebiete, die Nord- und Südafrika verbanden.
Trust
Ein Trust ist ein Zusammenschluss mehrerer Unternehmen desselben Sektors, die alle unter einem gemeinsamen Namen vereinigt sind (horizontale Integration).
Konzern (Statt „Betrieb“)
Unternehmen entscheiden sich zur Beteiligung an einem Verbund, der so groß ist, dass er die gesamte Wertschöpfungskette kontrolliert – von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Vermarktung (vertikale Integration).
Kapitalismus im 19. Jahrhundert und Globalisierung
Folgen der Industriellen Revolution
Der Kapitalismus im 19. Jahrhundert zeigte die weitreichenden Folgen der Ersten Industriellen Revolution. Es bildeten sich große globale Unterschiede und zwei Hauptgruppen:
- Industrialisierte Länder: USA, Japan und Europa.
- Nicht-industrialisierte Länder: Afrika, die islamische Welt, Indien, China und Lateinamerika.
Die industrielle Entwicklung vernetzte alle Regionen der Welt und leitete die Globalisierung ein. Die Länder wurden voneinander abhängig und spezialisierten sich in verschiedenen Sektoren (z. B. Rohstoffe, Arbeitskraft).
Wirtschaftskrise durch Überproduktion
Das System erzeugte eine Krise der Überproduktion, die zu niedrigeren Preisen und Arbeitslosigkeit führte. Vorteile durch die Verbesserung des Verkehrs und der Haltbarmachung von Lebensmitteln provozierten zwar einen stärkeren Austausch von Waren rund um die Welt, verschärften aber die Krise in der Landwirtschaft und Industrie:
- Niedrigere Preise und sinkende Unternehmensgewinne.
- Schließung vieler landwirtschaftlicher Betriebe und Unternehmen.
Die Löhne der Arbeiter wurden reguliert. Die meisten Länder erließen protektionistische Maßnahmen, Banken schlossen, und die Rivalität zwischen den Ländern nahm zu.