Wirtschaft, Kultur und Kunst im 18. Jahrhundert: Merkantilismus bis Rokoko
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Wichtige ökonomische Konzepte und Erfindungen
Vokabular
- Merkantilismus: Ökonomische Theorie, die argumentiert, dass der Außenhandel das Mittel für Nationen ist, um ein hohes Volumen an Edelmetallen zu erhalten. Edelmetalle wurden als wichtige Kraft für den Wohlstand angesehen.
- Physiokratie: Nach dieser ökonomischen Theorie ist die Landwirtschaft die grundlegende Quelle des Reichtums der Staaten, nicht der Handel.
- Dampfmaschine (Steam Engine): Es war die erste Maschine, die Dampf als treibende Kraft nutzte. Sie ermöglichte es, auf natürliche Kraftquellen zu verzichten und diese für wirtschaftliche Tätigkeiten einzusetzen.
- Steingarten (Rock Garden): Dekoration, die Steine und Muscheln imitiert.
Wissenschaft, Kunst und Kultur im achtzehnten Jahrhundert
Wirtschaftsliberalismus und technischer Fortschritt
Adam Smith (1723–1790) entwickelte eine Theorie des Wirtschaftsliberalismus, die die Freiheit zu produzieren und zu kaufen verteidigte, um den Reichtum der Nationen zu erreichen. Er kritisierte Zünfte und Handelsbeschränkungen.
Technische Fortschritte reagierten auf die Anforderungen der Wirtschaft, und England war das Pionierland. James Watt (1736–1819) erfand die Dampfmaschine. Ein weiterer technischer Fortschritt war die weit verbreitete Methode zur Gewinnung von Roheisen mit Koks (anstelle von Holzkohle).
Die Verbreitung der aufgeklärten Ideen
Neue Ideen der Aufklärung verbreiteten sich durch die Presse und Bücher. Das Meisterwerk der Aufklärung war die Encyclopédie, angeführt von den französischen Aufklärern Diderot und D'Alembert, die zwischen 1751 und 1772 veröffentlicht wurde.
Die Ideen der Aufklärung gelangten in die Salons, Kaffeehäuser (Tavernen) und Adelssalons der Hochbourgeoisie. Ein Merkmal des Zeitalters der Aufklärung war die Gründung von Akademien und Lesegesellschaften; die ersten Bibliotheken zum Verleihen von Büchern entstanden.
Bedeutende Frauen der Aufklärung
Wissenschaftliche und kulturelle Beiträge von Frauen waren von großer Bedeutung. Besonders hervorzuheben sind:
- Émilie du Châtelet (1706–1749): Erste französische Übersetzerin Newtons.
- Maria Gaetana Agnesi (1718–1799): Mathematikerin und Linguistin.
- Mary Wollstonecraft (1759–1797): Britische Philosophin und Schriftstellerin.
Kunst des achtzehnten Jahrhunderts
Im 18. Jahrhundert dominierten zwei gegensätzliche Kunstrichtungen: der Rokoko und der Neoklassizismus.
Der Rokoko
Der Name leitet sich von der übermäßigen Verwendung des Steingartens (Rocaille) als dekoratives Element ab. Es ist primär ein dekorativer Stil, der die Malerei, die Skulptur und die Kleinkunst (Porzellan, Spiegel, Glas, Keramik, Möbel) beeinflusste. Er entwickelte sich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf dem Höhepunkt der absoluten Monarchien und der geschichteten Gesellschaft.