Wirtschaftliche Instabilität und die Weltwirtschaftskrise
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Unausgewogenheiten im Handel
Die neuen Grenzen in den Friedensverträgen veränderten die Handelsströme. Deutschland verlor viele Gebiete und damit den Zugriff auf wichtige Rohstoffe, während Ungarn seine Industrie einbüßte. Österreich wurde seiner Erweiterung beraubt. Das Ungleichgewicht zwischen den Industrieländern und den Exporteuren von Lebensmitteln und Rohstoffen verschärfte sich.
Die Erholung der Produktion in den kriegführenden Ländern führte zu einer Flut von Lebensmitteln und Exportgütern, was viele Staaten zur Finanzierung ihrer Importe zwang. Da die Einkommen sanken, konnten die Zinsen für aufgenommene Darlehen nicht mehr bedient werden, was die Länder dazu zwang, neue Kredite zu beantragen.
Der wirtschaftliche Aufstieg der USA
Der Krieg beschleunigte die Konsolidierung der Vormachtstellung der Vereinigten Staaten. Die britische Währung wurde zwar noch einige Jahre für grenzüberschreitende Transaktionen und als Reserve der Zentralbanken genutzt, doch die US-Währung gewann zunehmend an Bedeutung.
- Währungswechsel: Der Dollar etablierte sich als die Währung der US-Banken und als Referenz für den internationalen Handel.
- Finanzplatz: Die USA wurden zum dynamischsten Finanzplatz für langfristige Kredite.
- Handelsbilanz: Der amerikanische Wirtschaftsboom beeinflusste das Handelsdefizit in Europa, während die USA eine positive Handelsbilanz verzeichneten.
Mechanismen der Krisenausweitung
Zwischen 1922 und 1929 waren Investitionen und Kredite aus den USA der Motor für den europäischen Wohlstand. Als die Krise in den USA ausbrach, zog sie viele europäische Länder mit sich. Der Mechanismus der Krise basierte auf:
- Sinkenden Preisen und einer rückläufigen Nachfrage.
- Dem Rückgang von Darlehen und Investitionen.
- Der Rückführung von Kapital durch US-Investoren.
Die Bankenkrise war das erste Anzeichen der weltweiten Rezession. Die Situation verschärfte sich 1931 mit dem Zusammenbruch der Creditanstalt in Österreich. Die Kreditvergabe zwischen Banken kam zum Erliegen, und die Finanzkrise breitete sich auf Ungarn, Rumänien, Polen und Deutschland aus. Besonders in Deutschland war die Krise tiefgreifend: Die Inflation stieg massiv an und die Arbeitslosigkeit betraf eine Vielzahl von Arbeitnehmern.
In Großbritannien war die Rezession weniger schwerwiegend. Frankreich hingegen folgte dem Beispiel der Länder des sogenannten „Goldblocks“. Durch die Beibehaltung ihrer Währungspreise verlor das Land an Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt und führte daraufhin große Handelshemmnisse ein.