Wirtschaftliche, politische und soziale Perspektiven der Welt
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Wirtschaftliche Perspektive
Wirtschafts-Point of View: Die reichen Länder und andere Akteure investieren in Aktien und nutzen zukünftige Renditen. Die wichtigsten Börsenzentren sind: Tokio, New York und London. Chile ist der größte Produzent von Kupfer. 1973, als Salvador Allende die Minen im Land verstaatlichen wollte, verkauften Investoren viele Papiere, und der Kupferpreis fiel. Jede Branche ist von spezialisierten Akteuren geprägt. Aktien reflektieren Erwartungen über die Zukunft der 1. und 3. Welt. Viele Unternehmen sind weltweit tätig und in Städten der ersten Welt angesiedelt. Multinationale Unternehmen ähneln in ihrer Erscheinung oft Wolkenkratzern.
Beschäftigungsaspekt
Viewpoint der Beschäftigung: In vielen Regionen, zum Beispiel innerhalb von Zusammenschlüssen wie SADC, gibt es wachsende Bevölkerungszahlen und damit verbundenen Arbeitskräfteüberschuss. Die Arbeiter in der 3. Welt wollen nicht, dass ihre Rechte eingeschränkt werden. Der Kampf um Rechte ist wichtig: Arbeitnehmer sollten sich organisieren und zusammenkommen, um Probleme zu lösen und Vereinigungsfreiheit sowie Gewerkschaften zu stärken.
Politische Sicht
Politische Sicht: In einigen Ländern der 3. Welt herrschen Diktaturen, in denen Regierungen Regeln und Gesetze nach eigener Vorstellung umgehen. Die Länder der 1. Welt geben gerne vor, die Menschenrechte zu verteidigen, verfolgen jedoch oft eigene Interessen in der 3. Welt. In diesen Diktaturen können Mitarbeiter häufig nicht teilnehmen, um ihre Rechte zu verteidigen: es gibt oft keine Gewerkschaften, lange Arbeitszeiten und autoritäre Kommandostrukturen.
Historische Perspektive
Historische Perspektive: Die Länder der 1. Welt erfuhren die Industrielle Revolution, wodurch England und Frankreich als Kolonialmächte Gebiete in Südostasien (z. B. Indochina) und Afrika eroberten. Rohstoffe aus Afrika und Südostasien wurden abtransportiert und für die industrielle Entwicklung der Kolonialmächte genutzt. Dies geschah vor allem im 19. Jahrhundert. Diese Kolonien konnten ihre Ressourcen oft nicht selbst nutzen, weil die Industrieländer die Reichtümer für sich beanspruchten. Wenn ein Land beherrscht und seines Reichtums beraubt wird, bereichert dies die Industrieländer auf Kosten der Kolonien.
Amerikanische Einflussnahme
Amerikanische Kolonisation / Einfluss: Ökonomisch ging es nicht nur um politische Vorherrschaft; viele ehemals unabhängige Länder blieben wirtschaftlich von den USA und westlichen Konzernen abhängig. Nach dem Zweiten Weltkrieg (ca. 1945–1965) kam es zu vieler formalen Unabhängigkeit, doch die wirtschaftliche Einflussnahme blieb bestehen. Formale politische Unabhängigkeit führte nicht unbedingt zu ökonomischer Unabhängigkeit. Die 3. Welt konnte die industrielle Entwicklung der ersten Welt nicht eins zu eins nachholen.
Umweltaspekte
Umweltaspekt: Umweltverschmutzung und Umweltschäden werden oft von Industrien der 1. Welt mitverursacht oder global beeinflusst. Die 3. Welt hat häufig nicht die finanziellen Mittel, um umfassenden Umweltschutz zu betreiben. In Ländern wie Kamerun kaufen ausländische (z. B. deutsche) Firmen Rohstoffe; dafür erhält das Land Zahlungen, aber die Wertschöpfung verbleibt oft im Ausland und die Umweltschäden tragen die lokalen Bevölkerungen.
Soziale Klasse
Soziale Klasse: Soziale Klassen sind Gruppen von Menschen mit ähnlichen Interessen und wirtschaftlichen Verhältnissen. In der 3. Welt gibt es oft eine starke Ungleichverteilung: wenige sehr Reiche und viele sehr Arme. Das reichere Segment der 3. Welt umfasst manchmal Spitzenverdiener und Millionäre, während der Großteil der Bevölkerung arm bleibt. In der 1. Welt existieren vielfach mehrere soziale Klassen mit differenzierteren Abstufungen.
Demografische Aspekte
Demografischer Aspekt: Die 1. Welt verfügt häufig über hoch technisierte Landwirtschaft mit relativ wenig Arbeitskräften und hoher Produktion. In vielen Ländern der 3. Welt ist die Landwirtschaft arbeitsintensiv, die Produktion geringer und die Kostenstrukturen anders. In der 3. Welt haben Familien oft viele Kinder; in der 1. Welt sind Geburtenraten geringer, viele Gesellschaften altern oder wachsen nur noch langsam. Dadurch entsteht in der 3. Welt ein starker demografischer Druck: Überschussbevölkerung verlässt das Land und zieht in die Städte. In der 1. Welt sind Städte meist älter und haben sich über lange Zeiträume entwickelt; viele Städte der 3. Welt hingegen wachsen sehr schnell in den letzten Jahrzehnten. Typisch ist in schnell wachsenden Städten eine starke räumliche Trennung: zentrale Geschäftsviertel und kleine Firmen im Zentrum, während in den Randzonen oftmals informelle Siedlungen oder Hütten für ärmere Bevölkerungsschichten entstehen. Viele der weltweit größten Städte werden in naher Zukunft in der 3. Welt liegen. Auch dort finden sich reiche und arme Stadtviertel nebeneinander.
Industrie und Arbeitsrecht
Industrielle Merkmale:
- In der 1. Welt ist die Industrie meist standardisiert, technisiert und kapitalintensiv: sie benötigt vergleichsweise wenig Personal, erzielt aber hohe Produktivität.
- In der 3. Welt sind Löhne oft sehr viel niedriger; die Industrie ist stärker arbeitsintensiv, es werden viele Menschen beschäftigt und die Arbeitszeiten können lang sein.
- In vielen Ländern der 3. Welt fehlen umfassende gesetzliche Regelungen, soziale Absicherung für Arbeitnehmer und oft auch Umweltschutzauflagen.
Diese Unterschiede prägen die wirtschaftliche Entwicklung, die soziale Struktur und die internationalen Beziehungen zwischen 1. und 3. Welt.