Wirtschaftskrise 1929–1930: Ursachen, Folgen und politisches Erstarken

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Die Krise der Dreißiger Jahre

Ursprung der Krise von 1929

Der Ursprung der Krise vom Oktober 1929

Ursachen der Krise waren:

  • Überproduktion: Nach dem Krieg kehrten viele Länder wieder zu ihrer normalen Produktion zurück, wodurch Überschüsse entstanden.
  • Spekulation: US-Banken hatten zahlreichen Gesellschaften Kredite gewährt; diese nutzten das Geld teilweise für Spekulation und Bilanzmanipulation. Dies führte zu einer Erhöhung der Zinssätze und zum Ruin vieler Unternehmen.

Als die Krise ausbrach, kam es zu massiven Verwerfungen an den Finanzmärkten. Der Schwarze Donnerstag (24. Oktober 1929) war ein großangelegter Ausverkauf, der viele Unternehmen schadete und zahlreiche Anleger ruinierte.

Folgen der Krise und Versuche, sie zu lösen

Folgen: Die Krise führte zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit, zu sinkendem Konsum, zu einer Reduzierung der Bankkredite und zum Niedergang vieler Unternehmen.

Die Krise breitete sich weltweit aus, vor allem aus zwei Gründen:

  • Die Vereinigten Staaten reduzierten ihre Importe.
  • US-Banken begannen, das im Rahmen des Dawes-Plans bereitgestellte Kapital zurückzuziehen, wodurch insbesondere Deutschland und Österreich stark betroffen waren.

In vielen Ländern wurden Maßnahmen ergriffen, um die Krise zu überwinden. In den USA investierte man in öffentliche Bauprojekte und gewährte Subventionen, um den Konsum zu steigern und Arbeitsplätze zu schaffen.

Der Triumph des politischen Extremismus

In dieser Atmosphäre der Wirtschaftskrise gewannen extremistische Parteien an Zustimmung, weil das Vertrauen der Bevölkerung in die traditionellen Parteien schwand.

  • Arbeitergruppen orientierten sich teilweise am russischen Modell und unterstützten kommunistische Parteien.
  • Der Mittelstand und Teile des Bürgertums wandten sich verstärkt rechten, extremen Parteien zu. Es entstanden verschiedene faschistische Bewegungen, teils mehr oder weniger erfolgreich. Besonders bedeutsam war der Aufstieg in Deutschland, wo das NS-Regime unter Adolf Hitler an die Macht kam.

Eine Zeit intensiven sozialen Wandels

Modernisierung der Gesellschaft

Modernisierung und Massengesellschaft: Es bildete sich eine Massengesellschaft mit folgenden Merkmalen:

  • Stärkere politische Beteiligung der Öffentlichkeit, gefördert durch die Medien und das allgemeine Wahlrecht.
  • Entstehung massenorientierter politischer Parteien.
  • Aufkommen einer Konsumgesellschaft durch gestiegenen Lebensstandard.
  • Ein neues Freizeitverständnis mit populären Shows und Breitensport.

Emanzipation und Frauenstimmrecht

Die Emanzipation und das Frauenstimmrecht erfuhren in dieser Zeit einen starken Aufschwung. In Großbritannien wurde Frauen 1918 das Wahlrecht gewährt, in den USA 1920. In weniger entwickelten Ländern verlief der Prozess langsamer.

In Spanien war der Feminismus unter anderem durch Persönlichkeiten wie Concepción Arenal geprägt; es bildeten sich Organisationen wie die nationale Vereinigung spanischer Frauen. In Spanien erhielten Frauen das Wahlrecht erst 1931.

Entwicklung der Medien und der Unterhaltungsbranche

Die Presse: Die Presse blieb als Massenmedium wichtig, hatte aber mit dem Aufkommen von Radio und Film neue Konkurrenz und teilweise Schwierigkeiten.

Das Radio: Das Radio, das zunächst vor allem militärisch genutzt worden war, begann bald als Kommunikationsmittel für die breite Öffentlichkeit zu dienen. Es erwies sich als schnell und effektiv, weshalb westliche Staaten es auch politisch nutzten.

Film und Propaganda: Film und Rundfunk wurden zu wichtigen Instrumenten der Unterhaltung und der politischen Beeinflussung. In faschistischen Regimen wurden Presse, Rundfunk und Film intensiv für Propagandazwecke eingesetzt.

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