Wirtschaftskrise, New Deal und internationale Politik

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Wirtschaftliche Entwicklung und Überproduktion

  1. Das Wachstum der inländischen und der externen Nachfrage war ursprünglich ausreichend, um das Produktionswachstum aufzunehmen.
  2. Die ständige Bedrohung durch eine Krise der Überproduktion: Die Amerikaner reagierten, die Produktion wurde erhöht, landwirtschaftliche Erzeugnisse häuften sich, Aktien stiegen und die Preise fielen.
  3. Die Kaufkraft des Großteils der Bevölkerung blieb sehr gering wegen der Armut der Bauern und der hohen Zahl der Arbeitslosen aufgrund niedriger Löhne der Arbeiter. Kredite erhöhten die Verschuldung und schufen teilweise eine unrealistische Kaufkraft.
  4. Die großen Gewinne der Unternehmen führten überproportional zu einem Anstieg der Aktienkurse; infolgedessen kam es zu Spekulationen von Anlegern.

Börsencrash und Folgen

Der Crash der Wall Street begann, als einige Experten erkannten, dass ein weiterer Anstieg der Kurse nicht durch die fundamentalen Unternehmensdaten gerechtfertigt war, und begannen zu verkaufen. In der Folge wurden Tausende von Aktien veräußert, der Aktienkurs begann zu sinken und Panik ergriff die Investoren. Am 24. Oktober 1929 (Schwarzer Donnerstag) wurden mehr als 13.000.000 Aktien verkauft. Mit dem Absturz der Wall Street vertiefte sich die Krise; der Kapitalismus erlitt einen Rückschlag und endete der Optimismus der Zwanzigerjahre.

Keynes und die Neubewertung ökonomischen Denkens

Die Tiefe der Krise veranlasste Ökonomen, ihr wirtschaftliches Denken zu überdenken. In Nordamerika glaubte man zunächst, die Krise beruhe auf einer Sättigung, ausgelöst durch einen Rückgang der Nachfrage auf dem Markt. Nach Keynes müsse die Nachfrage stimuliert werden, um Beschäftigung zu steigern und die Kaufkraft der Arbeiterklasse wiederherzustellen. Mit seinen wirtschaftlichen Gedanken verteidigte Keynes staatliche Eingriffe, betonte die Notwendigkeit, Investitionen zu fördern und öffentliche Bauvorhaben durchzuführen, um die Wirtschaft anzukurbeln und Vollbeschäftigung zu erreichen.

Roosevelts New Deal

Im Jahr 1933 wurde Roosevelt als Präsident der Demokratischen Partei der USA gewählt und begann den New Deal. Diese Wirtschaftspolitik basierte auf den Theorien von Keynes, wurde jedoch in der Praxis angepasst.

  1. Zur Erreichung seiner Ziele wurde der US-Dollar abgewertet und Silbermünzen wurden geprägt. Diese Maßnahmen sollten Inflation erzeugen, wurden aber als Mittel zur Anregung der Wirtschaft angesehen.
  2. Investitionen in öffentliche Werke wurden verstärkt; es begann ein groß angelegter Plan für öffentliche Bauvorhaben (z. B. Staudämme), um Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu fördern.
  3. Der Staat beteiligte sich an Kapital der Banken, um die Kontrolle über diese Institute wiederzuerlangen.
  4. Für die Landwirtschaft wurden Maßnahmen ergriffen, um die Produktionsmenge zu senken und damit die Preise für landwirtschaftliche Produkte zu erhöhen.
  5. Auf industrieller Ebene wurden Versuche unternommen, den Arbeitgebern Vorteile zu gewähren, um höhere Preise und Löhne in Einklang zu bringen.

Item 10: Politik des expansionistischen Deutschland

Die Expansionspolitik Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg (SGM, 1939–1945) war geprägt vom Nationalsozialismus: Nazi-Deutschland verfolgte das Ziel der Eroberung und der Erweiterung des Lebensraums. Zu den Maßnahmen zählten der Ausbau der Macht, der Anschluss Österreichs, die Wiederangliederung des Saargebiets sowie die Remilitarisierung des Rheinlandes.

Item 11: Der Kalte Krieg

Der Kalte Krieg stellte den Gegensatz zwischen den USA mit ihrem liberal-demokratischen Kapitalismus und der marxistisch-totalitären UdSSR dar. Man kann drei Phasen unterscheiden:

  • Der Kalte Krieg (1945–1955): Phase der maximalen Spannung.
  • Die friedliche Koexistenz (1956–1975): Phase der Entspannung.
  • Die Rückkehr des Kalten Krieges (1976–1991): Phase der erneuten Spannung.

Entkolonialisierung

Zur Entkolonialisierungsfrage: Präsident Roosevelt vertrat die Position, dass China nicht unter die frühere französische Herrschaft zurückkehren solle, sondern unter die Aufsicht einer internationalen Kommission gestellt werden sollte. Die Position des sowjetischen Staatschefs Jdanow war, dass die Metropolen nicht weiterhin die Kolonien dominieren und Kolonialkriege führen könnten. Die ideologische Grundlage dieser Debatten lag auf der einen Seite in der liberalen Politik Roosevelts und auf der anderen Seite in der marxistischen Ideologie Jdanows.

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