Wirtschaftskrisen in Mexiko: Analyse von 1976 bis 2008
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Wirtschaftskrisen in Mexiko (1976–2008)
Definition: Wirtschaftskrise (Crisis económica)
Eine Wirtschaftskrise ist gekennzeichnet durch den Rückgang oder die Stagnation der Produktion und der Realeinkommen, eine Reduzierung der Beschäftigung sowie die Umverteilung des nationalen Wohlstands und Einkommens.
Die Krise von 1976
- a) Steuerliche Störungen in den USA.
- b) Bretton-Woods-Abkommen: Der US-Dollar fungierte als Reservewährung für alle Länder.
- c) Finanzen der USA: Auswirkungen auf das Haushaltsdefizit und das Leistungsbilanzdefizit.
- d) Im Jahre 1973 brach das Bretton-Woods-Abkommen zusammen; eine Flotation (freies Schweben) wurde zwischen den Währungen etabliert.
- e) Hohe Ölpreise und höhere Beiträge.
- f) Übermäßige öffentliche Ausgaben.
- g) Der öffentliche Schuldenstand stieg von 12 % des BIP (1970) auf 35 % des BIP (1976).
- h) Auswärtige Darlehen und Bankkredite in Mexiko.
- i) Finanzierung durch die Zentralbank.
- j) Anstieg der Preise (Jahresrate von 11,6 % auf 27,2 %).
- k) Verlust von internationalen Reserven.
- l) Sinken des Wachstums auf 2,1 % des BIP.
- m) Massive Barabhebungen von Banken.
Die Krise von 1982 (José López Portillo)
- Eröffnung neuer Ölfelder.
- Wirtschaftswachstum.
- Ölschock.
- Die Inflation steigt auf 13,5 %.
- Erhöhung der Bundesmittel um 20 %.
- Das BIP-Wachstum sank um 34 %.
- Die Überschuldung wurde als nicht übermäßig eingestuft.
- Unvermeidliche Abwertung im Februar 1982.
- Einführung von Devisenkontrollen (Change Control).
- Enteignung der Banken am 1. September.
Präsidentschaft Miguel de la Madrid
- Währungsumstellung und Unruhen.
- Reprivatisierung von Bankvermögenswerten.
- Kapitalflucht.
- Trust-Abdeckung (RIGSCO).
- Das BIP sank in den Jahren 1982, 1983 und 1986.
Die Krise der Jahre 1994–1995
Hauptursachen:
- 1) Die Ermordung von Luis Donaldo Colosio.
- 2) Entstehung destabilisierender Faktoren.
- 3) Entführung von Geschäftsleuten.
- 4) Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt in Chiapas.
- 5) Ein Anstieg der US-Zinsen.
Bankenkrise:
- 1) Carlos Salinas de Gortari: Enteignung bzw. Reprivatisierung, wobei Banken durch den öffentlichen Sektor vertreten wurden.
- 2) Missmanagement bei Kreditgenehmigungen führte zu verschwenderischem Verhalten.
Die Krise von 2008
- Verursacht durch die globale Finanzkrise (USA/EU).
- Zunahme der Verschuldung.
- Schuldenanstieg: Viele Kredite konnten nicht zurückgezahlt werden.
- Auswirkungen auf Banken und Fabriken.
- Reduzierung der öffentlichen Ausgaben.
Alternative Wege aus der Krise
- a) Erhöhung der öffentlichen Ausgaben.
- b) Erhöhung der Investitionen.
- c) Erhöhung der Steuern.
- d) Einhaltung strenger Regeln bei der öffentlichen Verschuldung.