Wirtschaftsliberalismus und Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert

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Wirtschaftsliberalismus: Grundprinzipien

Die grundlegenden Prinzipien des Wirtschaftsliberalismus waren:

  1. Arbeit ist die einzige Quelle des Reichtums.
  2. Das persönliche Interesse begünstigt das Interesse der Gemeinschaft.
  3. Die wirtschaftliche Aktivität wird durch das Gesetz von Angebot und Nachfrage geregelt.
  4. Staatliche Eingriffe in die Prozesse der Produktion und den Austausch von Waren sind unerwünscht. Das Unternehmen läuft durch höchste individuelle Initiative.
  5. Der Austausch von Produkten soll ohne Einschränkungen durch den Staat erfolgen.

Entwicklung der Arbeiterbewegung

Die Bewegung erwarb neue Impulse durch neue Formen der Organisation der Arbeitnehmer. Dazu gehörten:

  • Die Fortschritte der Gewerkschaften.
  • Die Verwendung des Generalstreiks.
  • Das Auftreten und die Ausbreitung von zwei revolutionären Ideologien: Marxismus und Anarchismus.

Marxismus

Politische und ökonomische Theorie, die auf dem Denken von Karl Marx und Engels basiert. Diese Ideologie befürwortete einen Klassenkampf. Die Arbeiterklasse sollte die Bourgeoisie konfrontieren und beseitigen. Sobald die Macht erreicht war, sollte das kapitalistische System und die Produktionsmittel kollektiviert werden. Dies sollte zu einer klassenlosen Gesellschaft führen.

Anarchismus

Politische Theorie, die auf dem Gedanken von Pierre-Joseph Proudhon basiert. Sie lehnte jede Form von Regierung ab. Das Ideal der sozialen Organisation lag in den Gemeinden, kleinen Gruppen von Menschen, in denen die Freiheit erhalten bliebe und es kein Privateigentum gäbe.

Die Internationale Arbeiterbewegung

Während dieser Zeit entwickelten sich zwei internationale Arbeiterbewegungen:

  1. Die Erste Internationale Arbeiterassoziation (IWA) wurde 1864 in London gegründet und verschwand 1876 aufgrund der Verfolgung durch die Regierungen der Länder, in denen sie sich auszubreiten versuchte.
  2. Die Zweite Internationale wurde 1889 in Paris gegründet. Ihre Hauptforderung war die Durchsetzung des 8-Stunden-Arbeitstages, und der 1. Mai wurde als Internationaler Tag des Protests festgelegt. Sie verschwand aufgrund politischen Drucks bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.

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