Wirtschaftssysteme im Vergleich: Markt, Plan & Mischform
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Marktwirtschaft (Kapitalismus)
Hier gilt: Der Markt entscheidet. Es herrscht das Gesetz von Angebot und Nachfrage: Wenn die Verbraucher mehr kaufen, würde die Produktion reduziert werden. Als Ressourcen und Produktionsmethoden werden als Grundlage erfasst: der Meistbietende (wer kann).
Vorteile
- Effizienz in der Leistung
- Wirtschaftliche Freiheit: Einzelpersonen und Unternehmen können wählen, was sie produzieren oder konsumieren möchten.
Nachteile
- Einkommens- und Vermögenssteuer sind sehr ungleich verteilt.
- Es ist nicht immer effizient.
- Systeme sind instabil: Es kommt zu Krisen und Arbeitslosigkeit.
- Die Schaffung künstlicher Bedürfnisse durch Publizität.
- Wirtschaftliche Freiheit ist umstritten: Man ist nur frei, wenn man auch Geld hat.
Zentrale Planung (Sozialismus)
Die zentrale Planungsbehörde entscheidet darüber, was, wie und für wen produziert wird: Sie setzt Ziele und gibt Aufgaben vor.
Vorteile
- Beschäftigung, Gesundheit und freie Bildung
- Gleicheres Einkommen
Nachteile
- Keine existierenden Anreize: Unternehmen versuchen nicht, Gewinne zu maximieren; sie erfüllen lediglich Aufgaben, da die Gehälter festgesetzt sind (Ineffizienz).
- Hohe Bürokratie und viele Prognosefehler: Die Planung entfernt sich immer weiter von der Gesellschaft.
Gemischte Wirtschaftsform
Diese Form kombiniert die Vorteile des Marktes mit staatlichen Interventionen und der Korrektur von Fehlern. Entscheidungen: Verbraucher und Unternehmen treffen Entscheidungen darüber, wie, was und für wen produziert wird, gemeinsam mit dem Staat. Der Staat regelt den Markt und stellt das öffentliche Gesundheits- und Bildungswesen kostenlos zur Verfügung.
Vorteile
- Die Freiheit der Aktion für Verbraucher und Unternehmen.
- Der Staat interveniert, um Fehler zu korrigieren, wenn der Markt versagt.
Nachteile
- Die gleichen Nachteile wie bei den anderen beiden Systemen können auftreten, wenn der Staat das Funktionieren des Marktes nicht richtig reguliert.
Ökonomische Theorien im Überblick
Wirtschaftlicher Liberalismus (Adam Smith)
Die unsichtbare Hand: Die Marktleistung ist wunderbar, die Funktionsweise ist sehr einfach. Wenn die Nachfrage nach einem Produkt steigt, steigen auch die Preise und der Umsatz. Die Regierung überwacht lediglich die Einhaltung von Gesetzen und lässt den Markt gewähren.
Marxismus
Der Staat muss eingreifen, um sicherzustellen, dass jedermann seine Grundbedürfnisse (Wohnung, Nahrung, Gesundheit und Bildung) befriedigen kann.
Keynesianische Theorie
Der Staat muss nur eingreifen, wenn etwas schief geht, weil die Nachfrage sinkt und Unternehmen ohne Beteiligung in eine Krise und Arbeitslosigkeit geraten. Wenn die Dinge gut laufen, steigen die Investitionen, die Wirtschaft wächst und schafft Arbeitsplätze.