Wirtschaftswachstum, Entwicklung und Konjunkturzyklen

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Wirtschaftswachstum, Entwicklung und Nachhaltigkeit

Messung und Prüfung

Das Wirtschaftswachstum wird in der Regel als Prozentsatz des realen BIP-Wachstums (bereinigt um Inflationseffekte) gemessen. Historisch gesehen gilt Wirtschaftswachstum als wünschenswert, da es in einer gewissen Beziehung zur Menge der verfügbaren materiellen Güter steht und somit Verbesserungen des Lebensstandards ermöglicht. Allerdings wächst die Erkenntnis, dass Wirtschaftswachstum ein gefährliches zweischneidiges Schwert sein kann: Da es den Anstieg der Warenproduktion in einer Volkswirtschaft misst, korreliert es zwangsläufig mit dem entsprechenden Konsum bzw. Ressourcenverbrauch.

Das Wachstum in der Kurz- und Langfristbetrachtung

Kurzfristige Schwankungen des Wirtschaftswachstums

Diese Schwankungen sind als Konjunkturzyklus bekannt. Fast alle Volkswirtschaften durchlaufen regelmäßig Phasen der Rezession. Die Analyse dieser Zyklen ist komplex, da die Schwankungen nicht immer regelmäßig auftreten. Die Erklärung dieser Volatilität ist eine der Hauptaufgaben der Makroökonomie. Obwohl verschiedene Denkschulen existieren, herrscht ein gewisser Konsens über die Ursachen: Ölpreissteigerungen, Kriege und Missernten sind offensichtliche Auslöser für Rezessionen. Die kurzfristigen Schwankungen in Ländern mit hohem Einkommen konnten seit den frühen 1990er-Jahren teilweise durch ein verbessertes makroökonomisches Management minimiert werden.

Der langfristige Pfad des Wirtschaftswachstums

Die Untersuchung des langfristigen Anstiegs des BIP eines Landes ist eine grundlegende Frage der Wirtschaftswissenschaften, da sie oft mit einem erhöhten Lebensstandard der Einwohner einhergeht. Über lange Zeiträume können selbst kleine jährliche Wachstumsraten durch den Zinseszinseffekt signifikante Auswirkungen haben.

Konjunkturzyklen

Definition

Die Schwingungen zwischen Expansion und Kontraktion der Wirtschaft, die zwischen aufeinanderfolgenden Krisen auftreten.

Dauer

Seit dem 19. Jahrhundert waren Wirtschaftswissenschaftler von den dramatischen Einbrüchen beeindruckt, die etwa alle 7 bis 10 Jahre in der wirtschaftlichen Tätigkeit auftraten.

Phasen

  • Spitzenwert (Boom): Die wirtschaftliche Tätigkeit befindet sich auf dem Höhepunkt des Wohlstands.
  • Rezession: Die Makroökonomie definiert dies als einen Zeitraum des BIP-Rückgangs, der in der Regel nicht länger als ein Jahr andauert.
  • Depression: Die wirtschaftliche Tätigkeit befindet sich in einer ausgeprägten Phase des Niedergangs.
  • Erholung: Die wirtschaftlichen Aktivitäten beleben sich, was Beschäftigung, Produktion, Investitionen und Vertrieb fördert.

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