Wissenschaftskommunikation: Struktur, Stil und Arten wissenschaftlicher Arbeiten
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Spule 2: Wissenschaftskommunikation
Die Wissenschaft ist durch eine Art von Wissen gekennzeichnet, das bewusst als streng, systematisch und kritikempfindlich betrachtet wird und Objektivität anstrebt.
Charakteristika wissenschaftlicher Kommunikation
Besondere Sorgfalt sollte auf ein weiteres charakteristisches Element aller wissenschaftlichen Kommunikation gelegt werden: Die Struktur der einzelnen Arbeiten muss logisch durchdacht sein, um das Verständnis dessen, was vermittelt werden soll, zu fördern. Jedes Element muss eine orientierende Einheit bilden und mit den anderen verbunden sein; jeder Absatz, Abschnitt oder Satz muss eine definierte Bedeutung und Funktion innerhalb des allgemeinen Diskurses haben.
Zielsetzung und Objektivität
Zunächst ist festzustellen, dass wissenschaftliche Arbeit immer darauf abzielt, spezifisches Wissen zu kommunizieren, nicht subjektive Meinungen oder Stimmungen. Die Meinung des jeweiligen Autors ist zwar immer eine Form der Subjektivität, die persönliche Art, Ideen zu formulieren, darf jedoch nicht dazu führen, dass der Anspruch auf absolute Objektivität aufgegeben wird, da dies der Wissenschaft widerspräche. Es wird anerkannt, dass wissenschaftliche Arbeiten spezifische Eigenschaften erfordern, um die Ideen mit der strengsten und objektivsten Ausdrucksweise zu formulieren.
Klare narrative Struktur
Zweitens muss die narrative Struktur eine möglichst klare Logik aufweisen, die von den Zielen der Arbeit abhängt. Es ist wichtig, dass der Autor sehr genau weiß, was er kommunizieren möchte, und dann den am besten geeigneten Weg findet, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Dies bedeutet, dass vor dem Schreiben ein einfaches Modell oder Schema der Darstellung erstellt werden sollte, anstatt sich von einer Art Inspiration leiten zu lassen. Ziel ist der Aufbau eines Werkes, das so direkt wie möglich zu verstehen ist.
Stil und Verwendung der Sprache
Ein drittes Element betrifft die Verwendung und den Stil bei der endgültigen Präsentation der Arbeit. Dies erfordert:
- Konstruktion von Sätzen, sodass die Aussage eindeutig in ihrer Bedeutung und relativ einfach ist, ohne übertriebene Komplikationen.
- Verwendung von Wörtern mit rigoros bekannter und anerkannter Bedeutung, wobei stets das richtige Wort gesucht werden muss, um das auszudrücken, was man denkt. Dies impliziert, dass wir klar wissen müssen, was wir ausdrücken wollen, was nicht immer der Fall ist.
So muss ein Gleichgewicht zwischen der Einfachheit des Ausdrucks und der Exaktheit dessen, was gesagt wird, erreicht werden, indem übermäßige oder dunkle Formulierungen vermieden werden.
All dies trägt dazu bei, dass unsere Botschaft in ihrem wahren Wert verstanden, aufgenommen, diskutiert, kritisiert und in das vorhandene Wissen eines Fachgebiets integriert wird.
Regeln für die Einreichung wissenschaftlicher Texte
Jede wissenschaftliche Schrift ist eine Darstellung einer vorhergehenden Forschungsarbeit. In vielen Fällen ist die Schrift nicht nur ein Bericht über die Ergebnisse: Sie kann eine Überarbeitung des vorhandenen Wissens sein, das vom Autor gewonnen oder für bestimmte Zwecke zusammengestellt wurde.
Wenn keine Art von Forschung vorliegt, spricht man nicht von einer wissenschaftlichen Arbeit, sondern eher von einer Prüfung, einem Review-Artikel oder einem Abstract.
Arten wissenschaftlicher Arbeiten
Übersicht der Typen
- Forschungsbericht (Research Report)
- Monographie
- Paper
- These
- Dissertation (Thesis Arbeit oder Thesis)
REPORT (Bericht)
Dies ist ein allgemeiner Begriff, der lediglich anzeigt, dass die Schrift eine Darstellung einer bereits durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung ist. Es kann sich um ein einfaches Arbeitspapier handeln, das Ergebnisse in einem bestimmten Untersuchungsstadium zeigt, um den Abschlussbericht oder das Produkt eines Teams darstellt. Berichte können informativen Zwecken dienen oder als Grundlage für spätere Entscheidungen in allen Tätigkeitsbereichen fungieren.
MONOGRAPHIE
Eine Monographie ist eine Arbeit, die sich einzigartig einem klar definierten und präzisen Thema widmet. Im Allgemeinen ist sie eine kurze schriftliche Darstellung, bei der das Ausmaß der behandelten Fragen nicht geopfert wird. Die Monographie ist das Ergebnis einer Literaturrecherche, obwohl dies keine zwingende Einschränkung des Konzepts darstellt. Monographien sind formale Präsentationen, die eine gute Organisation und die Verwendung eines gut strukturierten kritischen Apparates aufweisen.
Struktur wissenschaftlicher Arbeiten
Die Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit besteht aus drei Hauptelementen: Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Einleitung (Erster Abschnitt)
Der erste Abschnitt umfasst Elemente oder Teile, die als Einleitung, Abdeckung, Vorwort, Widmungen, Danksagungen, allgemeine Einführung und Überblick über die Arbeit qualifiziert werden können. Er zielt darauf ab, den Leser in Bezug auf das Material, das untersucht werden soll, zu lokalisieren und zu orientieren, da das Lesen einer wissenschaftlichen Arbeit durch die umgebenden Ziele, Anliegen und Zwänge begrenzt sein muss.
Hauptteil (Entwicklung des Inhalts)
Danach folgt die Entwicklung des inhaltlichen Materials des Werkes, das gerahmt und im Kontext präsentiert wird. Dieser Inhalt sollte in einer Reihe von Abschnitten und Unterabschnitten organisiert sein, um seine systematische Darstellung und sein Verständnis zu gewährleisten.
Schlussfolgerung und Anhänge (Letzter Abschnitt)
Im letzten Abschnitt, zusammen mit den Schlussfolgerungen und Empfehlungen, muss die Autorin die verwendeten Referenzen und Indizes anführen, die das Auffinden erleichtern. Hier können auch andere zusätzliche Materialien von Interesse für die Leser eingefügt werden: Dokumentarische Anhänge, Grafiken oder Statistiken, Glossare usw.