Zivilprozessrecht im antiken Rom: Verfahren und Phasen

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Zivilprozessrecht: Verfahren und Rechtsgrundlagen

Studieren Sie diese Verfahren, um ein positives rechtliches Ergebnis zu erzielen. Man unterscheidet zwischen der Freiwilligen Gerichtsbarkeit und der streitigen Gerichtsbarkeit. Neben den Maßnahmen, für die wir zuständig sind, erfolgt die Strafverfolgung ausschließlich durch die Justiz. Die Rite ist die Bestimmung der Aktion, die auf den jeweiligen Fall anwendbar ist.

Arten der Gerichtsbarkeit

  • Freiwillige Gerichtsbarkeit: Fälle, in denen der Richter beteiligt ist, aber keinen Konflikt löst, sondern lediglich Handlungen ermächtigt. Beispiele: Heirat und Adoption.
  • Streitige Gerichtsbarkeit: Erfordert das Eingreifen der Justiz, um einen Konflikt zu lösen. Es findet eine Konfrontation statt. Beispiele: Ernennung eines Vormunds oder Pflegers, Testamentsvollstreckung.

Vorgehensweise für gesetzgeberische Maßnahmen

Es handelt sich um eine Vorgehensweise, die auf dem Höhepunkt der 12 Tafeln beginnt und bis zum Ende der Republik andauert. Sie ist durch den juristischen Formalismus geprägt. Ein Fehler in der Formel kann zum Verlust der Klage führen.

Phasen des Prozesses

1. Öffentliche Anhörung vor dem Prätor (Phase "in iure")

Die Parteien werden ordnungsgemäß vor den Prätor geladen. Erscheint eine Partei nicht, verliert sie automatisch den Prozess. Vor dem Prätor präsentieren die Parteien ihre Ansprüche. Der Kläger begehrt die Gewährung einer Aktion, die entweder persönlich (Kreditforderung) oder dinglich (Herausgabe einer Sache) sein kann. Die erste Phase endet mit der litis contestatio, der Festlegung der Modalitäten des Rechtsstreits.

2. Private Phase vor dem Richter (Phase "apud iudicem")

Die Parteien gehen zu einem öffentlichen oder privaten Richter und fassen die Ereignisse der ersten Phase zusammen. Der Richter prüft die Beweise (Urkunden, Sachverständigengutachten, Eide, Zeugenaussagen), um die Wahrheit zu finden. Nach dem Urteil hat der Schuldner eine Frist von 30 Tagen zur Erfüllung. Geschieht dies nicht, konnte der Schuldner früher als Sklave verkauft werden (ab 326 v. Chr. durch Haftung ersetzt).

Deklarative Aktionen

  • Per Sacramentum: In der ersten Phase präsentieren sich die Parteien vor dem Prätor, fordern die Aktion und leisten eine Wette (sacramentum). In der zweiten Phase bestimmt der Richter, wer die Wahrheit gesprochen hat und wer Meineid beging.
  • Auf Ersuchen eines Richters oder Schiedsrichters: Bei speziellen Fällen, etwa bei feierlichen mündlichen Verträgen oder der Teilung gemeinsamer Sachen.

Executive Aktionen

  • Beschlagnahmung des Schuldners: Ritualisierte Form der Zwangsvollstreckung.
  • Durch ein Versprechen: Eine neuartige Form, die ohne Prozess auskommt und eine Form privater Gerechtigkeit darstellt, die nicht vor dem Richter bestätigt werden muss.

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