Zusammenfassung der Katalanischen Literaturgeschichte

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Katalanische Literatur des Mittelalters (Teil 1)

1. Trobadordichtung

a) Fünf Gattungen der Trobadordichtung:

  • Sirventes
  • Planh (Klagelied)
  • Alba (Dämmerungslied)
  • Pastorela
  • Debat (Diskussionsgedicht)

b) Zwei katalanische Troubadoure:

  • Guillem de Berguedà
  • Cerverí de Girona

2. Ramon Llull

a) Was ist die Kunst (Ars Magna)?

Ein universelles System, das Ungläubige unfehlbar überzeugen sollte.

b) Warum versuchte Llull, die Kirche zur Konversion der Ungläubigen zu bewegen?

Ihm erschien die Figur des gekreuzigten Jesus fünfmal. Aus diesem Grund versuchte er, die Überlegenheit des Christentums über jede andere Religion zu beweisen.

Katalanische Literatur des Mittelalters (Teil 2)

3. Die Vier Großen Chroniken

a) Drei gemeinsame Merkmale der vier großen Chroniken:

  • Sie stehen immer in Verbindung mit dem König.
  • Der Autor spricht über seine eigene Zeit.
  • Sie dienten als Propaganda und versuchten, das rationale Gewissen zu fördern.
  • Der Protagonist ist der König.

b) Namen von vier Chronisten:

  • Ramon Muntaner
  • Bernat Desclot
  • Peter IV. der Zeremoniöse (Pere el Cerimoniós)
  • Jakob I. der Eroberer (Jaume I)

4. Die Königliche Kanzlei (Cancelleria Reial)

Die Bedeutung der Kanzlei Reial aus linguistischer Sicht:

Sie war eine Institution von großer Bedeutung in dieser Zeit. Sie führte eine gemeinsame Schriftsprache im gesamten Gebiet ein und setzte diese über die große Bandbreite der mündlichen Sprache hinweg durch.

5. Der Autor von Curial e Güelfa

Der Roman Curial e Güelfa ist anonym.

6. Joanot Martorell und Tirant lo Blanc

Die persönliche Reise von Joanot Martorell:

Er war ein Gentleman aus einer angesehenen Familie, was ihn zu Reisen (England, Portugal, Neapel) veranlasste. Er kannte die Texte mehrerer Ritterromane und tauschte sich mit Rittern aus. Joanot Martorell führte ein Leben ohne wirtschaftliche Probleme und veröffentlichte seinen Roman Tirant lo Blanc.

Renaixença und Naturalismus

1. Die deterministische Theorie

Die Theorie besagt, dass das Leben der Menschen entweder durch die biologische Vererbung oder durch den Einfluss der Umwelt bedingt ist.

2. Die Jocs Florals (Blumenspiele)

a) Warum waren die Jocs Florals für die Wiederbelebung (Renaixença) wichtig?

Sie erreichten eine Projektion der Renaissance in der Gunst der Menschen, verknüpften die mittelalterliche Vergangenheit und schufen eine Plattform für kreatives Schreiben auf Katalanisch.

b) Was waren die Preise?

  • Flor Natural (Natürliche Blume)
  • Eglantina (Heckenrose)
  • Viola

c) Wie wurden die drei Richter genannt?

Mestre en Gai Saber (Meister der fröhlichen Wissenschaft).

3. Biografische Bedingungen von Àngel Guimerà

  • Die komplexe Herkunft: Katalanischer Vater und Mutter von den Kanarischen Inseln.
  • Die Tatsache, dass seine Eltern erst nach seiner Geburt heirateten.
  • Das Fehlen von Liebe (in seiner Kindheit).

Modernisme (Katalanischer Jugendstil)

5. Die beiden Tendenzen des Modernisme

a) Erklärung der Tendenzen:

  • Racionalisme/Regeneracionisme: Eine Bewegung, die sich für sozialen und politischen Wandel einsetzte und versuchte, die Gesellschaft zu regenerieren.
  • Ästhetizismus: Stützte die ästhetische Transformation der Gesellschaft auf die Rolle, die der Kunst zugeschrieben wurde.

b) Ein Werk, das eine der beiden Richtungen repräsentiert:

Ästhetizismus: La Joia que passa (Die Freude, die vergeht).

7. Die Theorie des lebendigen Wortes

Erklärung und Schöpfer:

Die Theorie des lebendigen Wortes (Paraula viva) wurde von Joan Maragall geschaffen. Sie basierte auf vitalistischen Einstellungen, wobei traditionelle Themen mit Spontaneität behandelt werden sollten. Visions i Cants (Visionen und Gesänge) ist eines seiner Werke.

8. Autoren und Werke des Modernisme

  • Bertrana: Josaphat
  • Alcover: Cap al tard (Gegen Abend)
  • Puig i Ferreter: Aigües encantades (Verzauberte Wasser)
  • Víctor Català war das Pseudonym von Caterina Albert i Paradís.

Noucentisme und Zeitgenössische Literatur

1. Die Glosa

Die Glosa ist ein Genre, in dem der Autor kurz seine Meinung zum politischen und kulturellen Moment äußert. Eugeni d'Ors schrieb Glosen in der Zeitung La Veu de Catalunya. Sie waren wichtig für das zwanzigste Jahrhundert.

2. Merkmale des Theaters von Josep Maria de Sagarra

  • Es weist naturalistische Züge und viele Beschreibungen auf, aber auch Charaktere, die man vermeiden sollte.
  • Seine Stücke sind in der Regel in Versen verfasst.
  • Die Dichtung ist dramatisch, popularistisch und ruralistisch geprägt.

3. Merkmale der Werke von Josep Pla

Sein Werk El Quadern Gris (Das graue Notizbuch) aus den 1920er Jahren gilt als Meisterwerk.

  • Fokus auf präzise Bezeichnung und Adjektivierung.
  • Die Bedeutung, die scheinbar anekdotischen Details beigemessen wird.
  • Die Tendenz zur Verallgemeinerung und zum Pontifizieren.

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