Zwölftonmusik, Serialismus und aleatorische Musik
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Grundlagen der Zwölftonmusik
In der Zwölftonmusik ordnet der Komponist zuerst die 12 Töne der chromatischen Skala in einer bestimmten Reihenfolge an. So erstellt er eine Grundreihe von Noten, die als Basis für die gesamte Komposition dient.
- Zusätzlich zur Verwendung dieser ursprünglichen Notenreihe kann der Komponist auch die gleiche Serie als Krebs (rückwärts), Umkehrung (gespiegelt) und Krebsumkehrung verwenden.
- Die Originalserie und ihre drei Varianten können auf jede beliebige Note der chromatischen Tonleiter transponiert werden.
- Die Noten der vier möglichen Reihenformen können horizontal verwendet werden, um eine Melodie zu bilden, oder vertikal, um Akkorde zu erzeugen.
- Alle 12 Töne der Reihe haben die gleiche Wichtigkeit. Es ist nicht möglich, eine bestimmte Note zu wiederholen, bevor die Reihe vollständig durchlaufen ist. Jede Note kann jedoch in jeder beliebigen Oktave erscheinen.
- Der Komponist muss seine Fähigkeit, Fantasie und Musikalität einsetzen, um melodische Linien zu erstellen, aus den vier Reihen Akkorde zu bauen, Rhythmen anzuwenden, Klangfarben zu wählen sowie Entscheidungen über dynamische und ausdrucksstarke Ressourcen und Strukturen zu treffen.
Der Serialismus
Im Serialismus werden in den Werken nicht nur die 12 Töne der chromatischen Tonleiter nach dem Prinzip von Schönberg serialisiert, sondern auch die Tondauer, die Dynamik, die Artikulation, die Tempi und die Klangfarben.
Aleatorische Musik (Zufallsmusik)
- Der Komponist kann Entscheidungen über Klassen treffen, indem er den Zufall nutzt und diesen als gestalterisches Mittel einsetzt.
- Er kann dem Interpreten die Wahl zwischen verschiedenen Alternativen überlassen.
- Die Tonhöhe der Noten ist erkennbar oder es kann vorgeschlagen werden, dass sie ungefähr die gleiche Dauer haben. Nach dem Zufallsprinzip können die Dauer und die Noten auch anders angegeben werden. Der Interpret kann Beziehungen zwischen Tempo und Dynamik herstellen.
- Die Interpreten können improvisieren, basierend auf einer bestimmten Gruppe von Noten oder völlig frei.
- In einigen Zufallsstücken gibt es überhaupt keine herkömmliche musikalische Partitur, sondern eine Sammlung von Symbolen, ein Diagramm, eine Zeichnung oder einfach nur eine Grundidee, die der Musiker kreativ und frei interpretieren muss.