Abfallwirtschaft: Arten, Entsorgung und Recycling
Eingeordnet in Geologie
Geschrieben am in
mit einer Größe von 3,84 KB
Arten der Verschwendung
- Landwirtschaft: Stängel, Blätter, Stroh.
- Viehwirtschaft: Mist und Gülle.
- Forstwirtschaft: Altholz, Zweige, Sägemehl und Holzspäne.
- Bergbau: Sterile Bergbauabfälle.
- Industrieabfälle: Inertstoffe (Schrott, Sand), städtische Abfälle (Kunststoffe, Papier) sowie giftige Chemikalien.
- Radioaktive Abfälle: Hoch- oder schwachradioaktive Abfälle.
- Siedlungsabfälle (RSU): Abfälle aus Privathaushalten (Möbel, Autos).
- Gewerbe und Dienstleistungen: Restaurants, Büros und Hotels.
- Bau- und Abbruchabfälle: Zement, Beton und Ziegel.
- Marktabfälle: Reste von Straßenreinigungen und Märkten.
- Sanitärabfälle: Biogefährliche Abfälle (Spritzen) und anatomische Reste.
Abfallentsorgung und Management
Die Abfallbewirtschaftung umfasst alle Vorgänge von der Entstehung bis zum endgültigen Bestimmungsort. Sie beinhaltet Behandlung, Verwertung und die sichere Lagerung gefährlicher Abfälle.
Die Regel der drei Rs
- Reduktion: Verringerung der Abfallmenge durch saubere Technologien.
- Reuse (Wiederverwendung): Viele Konsumgüter können nach korrekter Behandlung erneut genutzt werden.
- Recycling: Materialien werden aufbereitet, um neue Produkte herzustellen.
Sammlung von Abfällen
Die Sammlung erfolgt entweder nicht-selektiv (gemischt) oder selektiv (Trennung an der Quelle in speziellen Behältern). Eine korrekte Sortierung ist essenziell für die Anwendung der drei Rs.
Siedlungsabfälle (RSU)
Eigenschaften und Auswirkungen
RSU haben eine heterogene Zusammensetzung (Glas, organische Stoffe, Papier, Karton). Die produzierte Menge variiert je nach Lebensstandard und Klima.
Folgen: Geruchsbildung, Gesundheitsrisiken (Ratten, Fliegen), Boden- und Grundwasserverunreinigung durch Sickerwasser, Luftverschmutzung und Landschaftsabbau.
Methoden der Abfallbehandlung
Deponien
Kontrollierte Deponien: Abfälle werden in verdichteten Schichten gelagert und mit Erde bedeckt. Erfordert hydrogeologische Untersuchungen, Gasableitung und Zugangskontrollen.
Nachteile: Hoher Flächenverbrauch, Gerüche, Sickerwasser-Risiko und Brandgefahr.
Unkontrollierte Deponien: Illegale und gefährliche Methode ohne Umweltmanagement.
Verbrennung
Kontrollierte Verbrennung reduziert das Abfallvolumen um bis zu 80 % und kann zur Energiegewinnung genutzt werden. Nachteile: Hohe Kosten, Schadstoffemissionen und Rückstände von Schwermetallen.
Kompostierung
Biochemischer Abbau organischer Stoffe zu Kompost, der als Dünger dient. Verbessert die Bodenqualität, ist jedoch anfällig für Verunreinigungen durch Glas oder Kunststoff.
Sondermüll und Industrieabfälle
Gefährliche Abfälle stellen ein Risiko für Gesundheit und Umwelt dar. Sie müssen chemisch, thermisch oder physikalisch behandelt werden. Kriterien sind Entzündbarkeit, Ätzwirkung, Reaktivität, Toxizität und Mutagenität.
Landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Rückstände
Dazu gehören Gülle, Pestizide und Düngemittel. Aufgrund ihres hohen Gehalts an organischer Substanz können sie als Dünger (Kompost) oder zur Biomassegewinnung genutzt werden.
Radioaktive Abfälle
Materialien, die aufgrund ihrer Strahlung ein Gesundheitsrisiko darstellen. Unterteilt in hochaktive Abfälle (z. B. Uranreste) sowie schwach- und mittelaktive Abfälle (z. B. medizinische Geräte).