Ablauf und Methoden einer statistischen Untersuchung
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Die 3 Stufen einer statistischen Untersuchung
In einer statistischen Untersuchung gibt es drei wesentliche Stufen:
1. Planung
Im Bereich der Forschung ist es notwendig, alle Methoden und Operationen für ihre Verwirklichung zu planen. Eine Untersuchung ohne Vorbereitung zu starten, kann zu zeitlichen Verzögerungen führen. Die wissenschaftliche Arbeit beginnt nicht mit fortgeschrittenen Hypothesen, sondern mit der Problemstellung; dies ist der erste Schritt einer Untersuchung. Wissenschaftliche Arbeit bedeutet, Probleme zu formulieren und zu lösen. Dieser Prozess durchläuft eine Reihe von Schritten, um eine gültige Antwort zu finden. Jedes Problem erfordert eine spezifische Formulierung, die nicht auf andere übertragbar ist. Eine gute Problemformulierung umfasst die Abgrenzung des Forschungsfeldes sowie die Festlegung von Zeit- und Raumgrenzen, in denen die Phänomene und Ereignisse auftreten.
2. Sondierungsphase
Keine Forschung beginnt bei Null. Wir stützen uns auf Berichte über bereits Untersuchtes, um einen ersten Kontakt mit dem Problem herzustellen. Die Suche nach Referenzen und Bibliographien dient der Annäherung an die Realität des Untersuchungsgegenstandes. Der Zweck dieser Sondierungsphase ist es, den Forscher mit dem Problem vertraut zu machen und die unterschiedlichen Kenntnisse zu verinnerlichen. Die Auswahl relevanter Dokumente ist entscheidend, um an die Erkenntnisse anderer anzuknüpfen. Dokumente, Daten oder Zahlen bilden das Material, das für die Sozialforschung wichtig ist.
Dokumentenarten
Es gibt eine Vielzahl von Quellen, die Informationen für ein Sozialarbeitsprogramm bieten:
- Historische und statistische Quellen: lokale, regionale, nationale und interne Daten.
- Studienberichte und Jahrbücher: Berichte und offizielle Dokumente.
3. Research Design (Forschungsdesign)
Sobald der Untersuchungsgegenstand definiert wurde, muss die Organisation des Forschungs-Prozesses festgelegt werden, das sogenannte Research Design. Methodisch gesehen dient das System-Design als Modell für Entscheidungen und Aktivitäten. Das Design umfasst folgende Schritte:
- Konstitution des Forschungsteams
- Koordinationsaufgaben
- Wahl der methodischen Instrumente und der Methodik
- Organisation der Beratung und des Research-Materials
- Die Auswahl der Stichprobe
- Haushalts- und Verwaltungssystem
Wahl der methodischen Instrumente
Nachdem die Untersuchung organisiert und das Team gebildet wurde, müssen die methodischen Instrumente gewählt werden. Die Wahl der Techniken hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Die Natur des untersuchten Phänomens
- Zweck der Forschung
- Finanzielle Ressourcen
- Das Team
- Die Erwartungen der Gesellschaft bzw. Öffentlichkeit
Organisation des Referenzmaterials
Man muss wissen, wo die erforderlichen Unterlagen zu finden sind. Die Organisation des Materials umfasst zwei Aufgaben: die Klassifizierung und das Material-Management.
Bericht schreiben
Der letzte Schritt ist die Erstellung eines Berichts mit den Ergebnissen der Untersuchung. Er muss Informationen über die verwendeten Methoden, Techniken und den theoretischen Hintergrund enthalten, die als Referenz dienten.
Datenerfassung
Nachdem das Forschungsdesign entsprechend der Hypothese gewählt wurde, folgt die Datenerhebung. Es gibt verschiedene Techniken zur Sammlung von Daten über die Variablen, je nach den Umständen der Forschung:
- Observation (Beobachtung)
- Interview
- Fragebogen
- Test
- Dokumentenanalyse
- Soziometrie
- Inhaltsanalyse
Die Datensammlung beinhaltet drei eng miteinander verbundene Aktivitäten:
- Messinstrument: Wahl eines Instruments, das valide und zuverlässig sein muss, um gültige Ergebnisse zu erzielen.
- Anwendung: Das Messgerät wird auf die relevanten Variablen angewendet.
- Datenkodierung: Die abschließende Verschlüsselung der Daten.
Datenklassen
Man unterscheidet nach der Herkunft zwischen Primär- und Sekundärdaten:
- Primärdaten: Diese werden direkt aus der Realität ohne Vorbehandlung durch den Forscher selbst erhoben.
- Sekundärdaten: Diese stammen aus bereits vorhandenen Datensätzen, die von anderen Personen gesammelt wurden.
Variablen
Als Variable bezeichnet man eine Qualität oder Quantität, die Gegenstand der Studie bei den Individuen einer Population ist. Variablen können quantitativ oder qualitativ sein.
- Qualitative Variablen: Diese drücken Eigenschaften oder Qualitäten aus (z. B. Geschlecht, Alter, Bildungsstand). Sie sind geordnet, wenn sie einem festen Schema folgen (z. B. Bildungsniveau), oder ungeordnet, wenn keine Rangfolge vorliegt.
- Quantitative Variablen: Die Werte werden numerisch ausgedrückt. Sie können diskret sein (konkrete Werte ohne Spielraum für Fehler) oder stetig/kontinuierlich (wenn sie jeden Wert in einem bestimmten Bereich annehmen können, z. B. die Höhe eines Betrags).
Bei quantitativen Merkmalen mit vielen geringfügigen Unterschieden ist es notwendig, die Daten zu gruppieren. Diese Arbeit wird als Klassenbildung bezeichnet.