Ablauf und Regeln des Konklaves zur Papstwahl
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Die Wahl des Papstes (Das Konklave)
Das Konklave (wörtlich „mit Schlüssel“) wird während der Dauer der Wahl von der Außenwelt isoliert. Es gibt keine Presse und kein Telefon; selbst die Fenster sind schwarz gefärbt, damit die Kardinäle von außen nichts sehen können (auch nicht den Schlafbereich).
Novendiales: Es gibt 9 Tage der Trauer und Messen vor dem Konklave.
Der Papst muss mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt werden. Es gibt zwei Wahlgänge pro Tag (vormittags und nachmittags) bis zu maximal 7 Wahlgängen (was in der Regel dreieinhalb Tagen entspricht). Danach folgt ein Ruhetag. Dies kann viermal wiederholt werden.
Wenn dann noch keine Einigung erzielt wurde, wird mit einfacher Mehrheit gewählt (das heißt, wer die meisten Stimmen hat).
Das Konklave findet an zwei Standorten statt: in der Casa Santa Marta (wo die Kardinäle untergebracht sind) und in der Sixtinischen Kapelle.
Wie das Konklave organisiert ist
Die Sixtinische Kapelle wird gründlich durchsucht, um sicherzustellen, dass es keine Wanzen (Abhörgeräte) gibt und nichts verborgen ist.
Wenn das Konklave viele Tage dauert, werden die Teilnehmer auf Brot und Wasser beschränkt.
Dort versammelt ertönt der Ruf: „Extra omnes!“ (Alle hinaus!). Nur diejenigen, die wahlberechtigt sind, bleiben im Raum.
Es gibt Wahlhelfer, um die Abstimmungsergebnisse zu kontrollieren: Skrutatoren (Stimmenzähler) sowie Krankenpfleger (um täglich die Stimmen kranker Kardinäle einzusammeln). Insgesamt sind 117 Kardinäle anwesend.
Auf einem kleinen weißen Stimmzettel (mit der Aufschrift „Eligo in summum pontificem...“) wird der Name des Wunschkandidaten so aufgeschrieben, dass die Handschrift nicht zu erkennen ist.
- Weißer Rauch: Die Stimmzettel werden mit trockenem Stroh verbrannt (erfolgreiche Wahl).
- Schwarzer Rauch (Fumata nera): Die Stimmzettel werden mit nassem Stroh verbrannt (keine Einigung).
Sobald der Papst gewählt ist, wird er um seine Zustimmung gebeten und gefragt: „Wie willst du genannt werden?“
Der Kardinalprotodiakon verkündet den neuen Papst der Welt.
Die Kardinäle sind in drei Klassen (Kardinalsränge) unterteilt: Bischofsrang, Priesterrang und Diakonsrang.
In der Sakristei des Vatikans liegen für den neuen Papst drei Gewänder in verschiedenen Größen bereit. Er kleidet sich an, betritt den Balkon und spricht sein erstes Gebet.
Der Dekan steckt dem Papst den Fischerring an den Finger und huldigt ihm.
Anforderungen an den Papst
Der Kandidat muss kein Bischof oder Kardinal sein; theoretisch kann es sogar ein einfacher Priester sein, aber in der Praxis ist dies nicht der Fall. Tatsächlich wird der Gewählte, selbst wenn er kein Kardinal ist, vom Dekan des Kardinalskollegiums geweiht.