Adams' Equity-Theorie und Motivationstechniken

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Die Equity-Theorie von Adams

Die Equity-Theorie (Gleichheitstheorie) von Adams, auch bekannt als "Theorie der Gerechtigkeit" oder "Theorie des Vergleichs von Arbeitnehmergehältern", besagt, dass Arbeitnehmer in Unternehmen häufig Vergleiche mit ihren Kollegen anstellen. Dabei werden folgende Arten des Vergleichs unterschieden:

  • Gerechtigkeit (Equity): Wenn der Arbeitnehmer feststellt und wahrnimmt, dass in dem, was er tut, eine Gleichwertigkeit besteht.
  • Ungerechtigkeit (Inequity): Wenn keine Gleichwertigkeit besteht. Diese Ungleichheit kann vorteilhaft sein, wenn man feststellt, dass das Verhältnis einen selbst begünstigt. Sie wird jedoch als ungünstig empfunden, wenn man bemerkt, dass das Ergebnis zum eigenen Nachteil ausfällt.

Allgemeine Motivationstechniken

Generell gibt es eine Reihe von Techniken, die dazu dienen, Menschen bei der Arbeit zu motivieren. Diese werden wie folgt eingeteilt:

1. Verbesserung der Arbeitsbedingungen

  • Faire Löhne
  • Faire Unternehmensstandards
  • Angenehme physische Umgebung
  • Ressourcen für die Erledigung des Jobs

2. Job-Enrichment (Arbeitsbereicherung)

Diese Techniken unterscheiden sich in der Qualität der Arbeit, um die Motivation zu steigern. Dies geschieht auf zwei Wegen:

  • Horizontale Anreicherung: Erhöhung oder Variation der Anzahl der Aufgaben.
  • Vertikale Anreicherung: Änderung des Jobs durch mehr Autonomie und Eigenverantwortung.

3. Passgenauigkeit von Person und Arbeitsplatz

Hierbei geht es um die Integration einer Person in einen Arbeitsplatz, für den sie über ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen verfügt. Dies ist der wichtigste Aspekt der Motivation.

4. Partizipation und Delegation

Dies bedeutet, dass die Arbeitnehmer aktiv in die Arbeitsplanung einbezogen werden. Die Vorteile sind:

  • Die Qualität der Arbeit einer Gruppe ist oft höher als die einer Einzelperson.
  • Arbeitnehmer sind eher geneigt, einer Entscheidung zu folgen, an der sie selbst beteiligt waren.
  • Es entsteht eine stärkere Bindung zwischen Unternehmen und Gewerkschaftsmitgliedern.

5. Anerkennung der Arbeit

Anerkennung kann entweder in wirtschaftlicher Form (monetär) oder durch Lob (Worte) erfolgen.

6. Berufliche Fortbildung

Hierbei geht es um die Vermittlung der notwendigen Ausbildung zusätzlich zu den bereits vorhandenen Qualifikationen, um den Auftrag optimal auszuführen.

7. Festlegung von Zielen

Arbeitgeber und Arbeitnehmer treffen eine Vereinbarung, um Ziele zu erreichen. Diese Ziele sollten drei Kriterien erfüllen:

  • Erreichbar: Ziele, die tatsächlich durchgeführt werden können.
  • Herausfordernd: Ziele, die eine gewisse Anstrengung erfordern.
  • Messbar: Es muss klar erkennbar sein, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht.

Durch all diese Maßnahmen lässt sich die Rolle der Arbeitnehmer im Unternehmen (das Rollenverständnis) klar definieren und optimieren.

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