Agrar- und Arbeitsreformen in der Zweiten Spanischen Republik
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Die Agrarreform und ihre Folgen
Daraus folgt: Ein Großteil der Enteigneten versuchte, den Prozess mit Rechtsbehelfen zu stoppen, indem sie bestimmte Handlungen rechtmäßig anfochten. Sie handelten in der Zuversicht, dass das Gesetz bei der nächsten Wahl verschwinden würde. Sie wollten die Enteignung durch dieses Gesetz verzögern oder stoppen, denn falls die Rechten die nächsten Wahlen gewännen, würde dieses Gesetz abgeschafft werden.
Im Jahr 1933 war die Agrarreform fast anderthalb Jahre in Kraft. Während dieser Zeit wurden 120.000 Hektar enteignet und 32.500 Arbeiter umgesiedelt. Daraufhin kam es zu einer Konfrontation zwischen Grundbesitzern und Behörden. Die Anarchisten fühlten sich von der Regierung verraten. Diese Vorschläge wurden heftig diskutiert und führten zu einem revolutionären Generalstreik.
Die Landreform lieferte Ergebnisse, doch während dieser Zeit blieb ihr Anwendungsbereich sehr begrenzt. Die Ursachen hierfür waren administrative Hindernisse sowie legale und illegale Widerstände. Die Reaktion, vor allem der Arbeiterbewegung, kam von radikalen Anarchisten, die revolutionäre Streiks anführten. Eine weitere Reaktion der Besitzer führte zu einer Revolte gegen Azaña. Diese wurde von General Sanjurjo inspiriert, einem General der Armee und späteren General der Guardia Civil. Diese Aktion veranlasste Azaña dazu, in General Sanjurjo einen Revolutionär zu sehen.
Die Arbeitsreform
Hintergrund
Die Arbeit war eine der Stärken Azañas. Largo Caballero glaubte, dass er das Problem auf dem Arbeitsmarkt umgehen könne, da er Arbeitsminister war. Caballero wollte eine Verbesserung der Situation durch ein kurz- und langfristiges Programm erreichen, mit dem Ziel, die Lebensbedingungen des Proletariats zu verbessern. Durch dieses Programm und die Arbeitsthemen gewann er die Unterstützung des Proletariats. Daher stieg Largo Caballero vom Arbeitsminister zum späteren Präsidenten auf.
Wichtige Maßnahmen
- 8-Stunden-Tag: Gesetzliche Festlegung der Arbeitszeit (eine Forderung der II. Internationalen).
- Streikrecht: Es regelte das Recht auf Streik und erklärte ihn für legal, sofern die Behörden rechtzeitig informiert wurden.
- Kündigungsschutz: Es war verboten, Mieter auszuweisen, die ihre Miete nicht bezahlen konnten.
- Anti-Streikbrecher-Gesetz: Regelungen bezüglich der Einstellung von Arbeitern während eines Streiks.
- Schiedsgerichte: Jurys kümmerten sich um die Beurteilung von Konflikten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, um festzustellen, wer im Recht war.
- Unfallschutz: Maßnahmen zum Schutz bei Arbeitsunfällen.
Fazit
Die Arbeitsreform begünstigte die Arbeitnehmer und zwang die Arbeitgeber zu einer Reihe von Verpflichtungen, was für diese ungünstig war. Inmitten einer Wirtschaftskrise führte das Arbeitsreformgesetz zu zunehmenden sozialen Unruhen (Streiks, Proteste der Arbeiter usw.). Die Reform sollte als Attraktion für die Regierung wirken, führte jedoch zu einem Anstieg von Unruhen und Streiks, was sich negativ auf die Wirtschaft auswirkte. Es kam zu einer Vertiefung der Wirtschaftskrise, was zu Misstrauen seitens der Eigentümer (Oberschicht) gegenüber der Regierung führte. Sie waren misstrauisch, weil sie sahen, dass die Arbeiter eine bessere Position erlangten als sie selbst.