Agrarlandschaften im Baskenland: Strukturen und Wandel
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Die Agrarlandschaft von Euskal Herria (EH)
Die landwirtschaftliche Aktivität verliert an Boden, erfährt jedoch eine Modernisierung durch die Nachfrage der Industrie. Die aktive landwirtschaftliche Bevölkerung nimmt ab, während andere Sektoren wachsen. Auf der kantabrischen Seite gibt es Zwischenwerte; hier wird die Tätigkeit durch Modernisierung aufrechterhalten. Die Topographie begünstigt die Mechanisierung nur bedingt.
Die atlantische Zone: Norden und Küste
In den ländlichen Gebieten lassen sich zwei Komplexe unterscheiden. Die atlantische Zone umfasst die Gebiete nördlich der Wasserscheide (Bizkaia, Gipuzkoa, Araba, Navarra und das kontinentale Baskenland). Das Relief ist uneben und unfallträchtig, das Klima ist geprägt von viel und regelmäßigen Niederschlägen auf mageren Böden.
Agrarstruktur und Siedlungsform
Die Agrarstruktur weist eine geringe ländliche Bevölkerung aufgrund der Landflucht (Exodus) auf. Das Besitzsystem ist um den Weiler (Caserío) organisiert, der als private Holdinggesellschaft fungiert. Technische Schwierigkeiten bei der Mechanisierung entstehen durch den begrenzten Raum. Das Anbausystem ist intensiviert.
Die Siedlung liegt verstreut, wie beispielsweise in Encartaciones. Die traditionellen Immobilien besitzen ein Satteldach (2-seitig) und drei Etagen. Seit 1960 hat sich der ländliche Raum stark verändert, als die Landwirtschaft an Bedeutung verlor. Heute wird das Land hauptsächlich für Futter und natürliche Weiden genutzt. Bei den Nutztieren dominieren Rinder, insbesondere in Regionen wie Aralar, Gorbea und den Pyrenäen. Die Forstbestände erstrecken sich über 55 % der landwirtschaftlichen Fläche.
Das baskische Mittelmeergebiet: Der Süden
Das baskische Mittelmeerland liegt am Südhang und weist einen Übergang zum mediterranen Klima auf. Das Relief erleichtert den Ackerbau, während das Klima mediterrane Züge mit sommerlicher Dürre zeigt.
Struktur und Bewirtschaftung im Süden
Die Agrarstruktur weist eine höhere ländliche Bevölkerungsdichte auf. Die Topographie ermöglicht eine intensive Feldbearbeitung. In Gebieten wie der Rioja Alavesa hat die Größe der Betriebe zugenommen, begleitet von einer bemerkenswerten technischen Modernisierung. Die Siedlungsform ist konzentriert und besteht aus großen, voneinander getrennten Dörfern. Die Nutzung des ländlichen Raums ist land- und forstwirtschaftlich geprägt, wobei Getreide und Bewässerungskulturen dominieren.
Ländliche Ordnung und EU-Klassifizierung
Die EU klassifiziert das Baskenland (EH) aufgrund der topographischen Bedingungen, die die Bearbeitung erschweren, als benachteiligte Zone. Zudem gibt es spezifische Probleme, die dazu führen, dass es als Ziel-2-Gebiet eingestuft wird. Diese Gebiete erhalten EU-Beihilfen in Millionenhöhe.
Ziele und Maßnahmen der Regionalpolitik
Mit der baskischen Gemeinschaft (BAC) sollen diese Probleme gemildert werden, indem die Entvölkerung verhindert und die Verjüngung gefördert wird. Dies geschieht durch Regelungen zum Ruhestand in den Dörfern und Zuschüsse für junge Landwirte. Durch Flurbereinigung soll die Wirtschaftlichkeit verbessert werden. Dieser grundlegende Plan sieht bessere Dienstleistungen für die ländliche Bevölkerung, die Pflege der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft sowie den Schutz der Umwelt durch entsprechende Maßnahmen vor.