Agrarlandschaften: Mittelmeer, Berge und Kanaren
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Die mediterrane Agrarlandschaft
Die mediterrane Agrarlandschaft umfasst die Küstengebiete, die Mittelmeerküste, die Balearen sowie das Guadalquivir-Tal. Sie zeichnet sich durch eine charakteristische Agrarstruktur aus, in der traditionell ein Großteil der Bevölkerung im Streubesitz lebt. Das Eigentum des Landes ist in der Regel tief in kleine Parzellen (Minifundien) unterteilt.
In der Landwirtschaft wird eine klare Unterscheidung zwischen bewässerten Flächen und dem Regenfeldbau getroffen. Bewässerungskulturen werden aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung und der Temperaturen bevorzugt, wobei Berggebiete oft Schutz bieten. Diese treten vor allem in der Ebene des Guadalquivir-Tals und in küstennahen Bereichen auf, die teils bergig oder hügelig sind.
- Viehzucht: Rinder und Schweine werden hauptsächlich in Katalonien gehalten (begünstigt durch die städtische Nachfrage).
- Kleinvieh: Schafe und Ziegen dominieren in den Trockengebieten.
Die Agrarlandschaft der Bergregionen
Die Berg-Agrarlandschaft stellt eine physische Umgebung mit extremen Bedingungen dar. Der Charakter der Agrarstruktur ist durch eine sehr geringe Bevölkerungsdichte, Trends zur Entvölkerung und eine Streusiedlung geprägt. Die Grundstücke befinden sich oft in Kleinbesitz (pequeñas propiedades), wobei es viele geschlossene Flächen gibt. Die Landnutzung ist vielfältig und komplementär gestaltet.
- Ackerbau: In den Bergen im Norden der Iberischen Halbinsel wird in den unteren Tälern Landwirtschaft betrieben, die unter anderem den Gemüseanbau umfasst.
- Forstwirtschaft: Die Nutzung konzentriert sich auf die Gewinnung von Brennholz und Holz von Baumarten wie Eukalyptus oder Kiefer.
Die kanarische Agrarlandschaft
Die kanarische Landschaft ist durch ein grobes vulkanisches Relief geprägt. Die ländliche Bevölkerung ist rückläufig, was auf den Einfluss des tertiären Sektors (Dienstleistungen) zurückzuführen ist. Die Besiedlung erfolgt über lose konzentrierte Dörfer und Bauernhäuser. Der Grundbesitz zeigt erhebliche Kontraste zwischen kleinen, mittleren und großen Besitztümern (propiedades).
Die landwirtschaftliche Fläche teilt sich wie folgt auf:
- Küstenbereiche: Hier dominieren bewässerte Monokulturen für den Export sowie neue Plantagen in tropischen Zonen.
- Inselinneres: Hier findet primär Regenfeldbau für den Eigenkonsum statt.
- Viehzucht: Die Haltung von Schafen und Ziegen ist kaum vorhanden.
- Forstwirtschaft: Die Holznutzung umfasst Pinien, Heidekraut, Lorbeer sowie Fayal-Brezal zur Gewinnung von Kohle.