Agrarwirtschaft und Fischerei in Spanien und Andalusien

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Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft

Die Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft lässt sich in zwei Kategorien unterteilen:

  • Hohe Produktivität: Hierbei ist der Arbeitsaufwand im Verhältnis zum Produktionsvolumen gering.
  • Geringe Produktivität: Hierbei ist der Arbeitsaufwand im Verhältnis zum Ertrag sehr hoch.

Vier Arten von Agrarlandschaften

Durch die Kombination verschiedener Anbausysteme lassen sich vier Arten von Agrarlandschaften definieren:

  • Intensive Landwirtschaft mit hoher Produktivität: Resultiert aus hohen Investitionen in Mechanisierung und Technologie, wodurch hohe Erträge mit wenig Arbeit erzielt werden.
  • Intensive Landwirtschaft mit geringer Produktivität: Geringe Kapitalinvestitionen bei gleichzeitig hohem Arbeitseinsatz.
  • Extensive Landwirtschaft mit hoher Produktivität: Typisch für Länder mit modernen Maschinen und geringem Personaleinsatz.
  • Extensive Landwirtschaft mit geringer Produktivität: Rudimentäre Technik und mangelnde Ressourcen führen zu knappen Erträgen, die oft kaum zur Selbstversorgung ausreichen.

Landwirtschaftliche Ressourcen in Spanien und Andalusien

In Spanien lassen sich derzeit zwei Haupttypen von Agrarlandschaften unterscheiden:

  • Intensiver Obst- und Gemüsebau: Vorwiegend im Bewässerungsfeldbau (Regadío). In Andalusien dominieren hierbei Industriekulturen und Gemüse.
  • Traditionelle Landwirtschaft: Hierbei handelt es sich um extensiven Regenfeldbau, der auf der mediterranen Trilogie basiert. Andalusien ist ein bedeutendes Beispiel hierfür, mit Getreideanbau auf großen Flächen, Olivenhainen in hügeligen Regionen und Weinbau auf kleineren Flächen.

Viehzucht

Die spanische Viehzucht umfasst verschiedene Bereiche:

  • Rinderzucht: Konzentriert auf die kantabrische Küste (Fleischproduktion).
  • Schafzucht: Produktion von Fleisch, Wolle und Milchprodukten.
  • Schweinehaltung: Fokus auf Fleischprodukte und Derivate.
  • Geflügelzucht: Produktion von Fleisch und Eiern.

Die wichtigsten Bestände sind Schafe und Ziegen, gefolgt von Schweinen und in geringerem Umfang Rindern.

Fischerei

Spanien ist das führende Land der Europäischen Union in Bezug auf die Anzahl der Schiffe und steht an dritter Stelle bei den Fangmengen. Der Fischereisektor befindet sich derzeit in einem Umwandlungsprozess, der eine Reduzierung der Flottenkapazität und der Beschäftigtenzahlen erfordert. In Andalusien ist die wirtschaftliche Bedeutung der Fischerei im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen eher gering.

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