Ägyptische Kunst und Macht: Architektur, Skulptur, Malerei

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Kunst und Macht in der ägyptischen Kultur

Status: temporärer Überblick zur ersten Stufe der antiken Kunst. Diese Stufe besteht aus drei Perioden: der Alten, Mittel- und Neuen Reichszeit. Die großen Kulturen des Vorderen und Mittleren Orients beeinflussten diese Entwicklungen.

Kontext

Menschen entwickelten die Hieroglyphenschrift. Die Macht lag in den Händen des Monarchen. Der Pharao galt als lebendiger Sohn Gottes und vereinte irdische und göttliche Gewalt durch die Religion. Das Leben drehte sich um die Religion. Der Totenkult bestand auf Ewig: in der Welt der Toten war das Leben der Weg, um für das Jenseits zu leben.

Aufgrund der Lage Ägyptens zwischen zwei Flüssen bestanden hervorragende Kommunikations- und Verkehrswege sowie Handelsverbindungen, die die Entwicklung der Landwirtschaft und damit eine gute Wirtschaft ermöglichten. Es war eine sehr geschützte Gesellschaft, da sie von Wüsten umgeben war.

Künstler wurden nicht als treibende intellektuelle Elite anerkannt, sondern als Handwerker, Teil der bäuerlichen oder handwerklichen Schichten. Auftraggeber stammten aus der herrschenden Hierarchie.

Künstlerische Ausdrucksformen

Hauptbereiche: Architektur, Skulptur und Malerei.

Allgemeine Eigenschaften

Malerei

  • Betonte Sachlichkeit, wenig individualisierender Ausdruck.
  • Hierarchische Darstellung: Der Pharao erscheint größer als Personen oder Feinde an seiner Seite.
  • Gemälde finden sich auf Papyri und Grabwänden; Szenen sind meist alltägliche oder kultische Darstellungen.
  • Verwendete Materialien: natürliche Pigmente, meist mit Eiweiß gebunden, in verschiedenen Farben gewonnen.
  • Hervorzuheben sind der Wandschmuck in den Gräbern von Theben und die Papyri des "Totenbuches".

Skulptur

  • Darstellungen von Pharaonen und Göttern zeigen oft starre, ehrwürdige Formen; sie sind elegant, monumental und oft idealisiert weit über natürliche Dimensionen hinaus.
  • Bekannt sind Steifheit, mangelnde Bewegung, Ausdruckslosigkeit, frontale Darstellung und geringer Naturalismus.
  • Darstellungen von Höflingen sind dagegen häufiger realistischer.
  • Früh wurde die Technik des Flachreliefs eingesetzt; skulpturale Techniken dienten der Herstellung von Bildern und Inschriften an Wänden, meist narrativ und religiös (siehe auch Skulptur).
  • Verwendete Materialien: Stein mit polierten Oberflächen.

Architektur

Megalithische Architektur zeigt den Bau großer steinerner Bauwerke mit massivem Charakter. Man kann zwei Arten der Architektur unterscheiden: die vergängliche Bauweise mit zerbrechlicheren Materialien (vorwiegend Wohnbauten) und die ewige Bauweise, gebildet durch massive Steinblöcke, die Feierlichkeit und Dauerhaftigkeit vermitteln und in Tempeln und Gräbern verwendet werden (z. B. Karnak, Luxor-Tempel, Pyramiden, Pylone).

Die Beiträge und ihre Bedeutung

Ordnung und Balance sowie die Verwendung von Stein und kolossalen Formen zählen zu den großen Beiträgen der ägyptischen Architektur. Kapitelle mit pflanzlichen Elementen, insbesondere mit Palmenblättern, sind charakteristisch.

Griechische Skulptur

Räumlich-zeitliche Einordnung

Alter: große Zivilisationen im griechischen Mittelmeerraum. Perioden: Archaische Zeit, Klassik und Hellenismus.

Kontext

Die Wirtschaft in Griechenland beruhte auf Landwirtschaft und Handel. Es gab demokratische Elemente, aber auch geschichtete Gesellschaften. Die griechische Welt war in unabhängige Stadtstaaten (Poleis) organisiert; die wichtigsten waren Athen, Heimat bedeutender Künstler und Philosophen, und Sparta, bekannt für militärische Disziplin.

Merkmale der Zeit

Archaische Zeit

In der Archaischen Zeit versuchte man, ein Schönheitsideal darzustellen. Die Figuren sind noch nicht naturalistisch in Bewegung dargestellt; sie wirken oft formalisiert.

Man unterscheidet Reliefarten: Hochrelief (vollplastisch, aus der Ebene gelöst), Flachrelief (darstellend in einer Ebene) und freistehende Skulpturen (voll ausgearbeitet aus Stein).

Klassische Periode (das goldene Zeitalter)

Blütezeit unter Perikles in Athen: Großprojekte wie die Akropolis. Es wurden neue Formprinzipien entwickelt, etwa die Technik des feuchten Gewandes ("wet drapery") und die Perfektion der Formen durch Meißelarbeit.

Charakteristisch sind die klare Darstellung von Licht und Schatten, das Spiel mit Kontrapost und die Darstellung von Bewegung.

Bekannte Künstler: Myron (Diskuswerfer), Polyklet (Doryphoros, der Speerträger) und Praxiteles (Hermes und Dionysos).

Hellenistische Zeit

Zeitraum der Expansion, insbesondere unter Alexander dem Großen, bis nach Indien. Themenvielfalt: Kinder, Alte, das Alter des Menschen.

Suche nach Humanisierung, gesteigerter Bewegung und Ausdruck: Szenen zeigen mehr Emotionen, Schmerzen und Dramatik. Die Skulptur wurde oft in Werkstätten oder Schulen organisiert und nicht nur einzelnen Autoren zugeschrieben.

Materialien: Ton, Marmor, Eisen und Holz. Techniken: Schnitzen, Modellieren, Bildhauerei und Polieren. Typen: bürgerliche und religiöse Skulpturen. Betonung liegt auf runden Formen; besonders im Marmor zeigen sich Dramatik, Emotion, Realismus und detailreiche Ausführung.

Gestalterische Elemente

Suche nach idealisierter formaler Schönheit. Anthropozentrisches Konzept: Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Kunstformen. Es existierte ein kanonischer Proportionsbegriff.

Allgemeine Eigenschaften

Der griechische Künstler war gut ausgebildet und gesellschaftlich hoch angesehen. Auftraggeber kamen aus der Polis; der Beitrag der Künstler wurde von politischen und religiösen Instanzen geschätzt.

Themen waren oft der Mensch, die griechischen Götter (Mythologie) sowie männliche und weibliche Akte. Es dominierten Ordnung, Schönheit und rationales Verhältnis; das Modell des idealen menschlichen Körpers war zentral.

Die Beiträge und ihre Bedeutung

Wichtige Beiträge sind die Entstehung von Bewegungsdarstellungen wie Kontrapost, die Gruppendarstellung von Figuren und die Technik des feuchten Gewandes. Das Konzept der Polis prägte Architektur und Gesellschaft.

Entwicklung der zivilen Architektur (Gymnasien, Theater, Amphitheater) und der religiösen Bauten (Tempel und Gräber), exemplarisch das Parthenon auf der Akropolis.

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