AIDS, Überempfindlichkeit und virale Infektionsmechanismen

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AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrome)

AIDS wird durch eine Infektion mit dem Retrovirus HIV verursacht. Dieses Virus zerstört T4-Lymphozyten und Makrophagen, wodurch das Immunsystem der Betroffenen geschwächt wird und die Anfälligkeit für bestimmte Krebsarten steigt.

Entwicklung der Erkrankung

HIV findet sich im Blut und anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Die Übertragungswege umfassen:

  • Kontaminierte Bluttransfusionen
  • Ungeschützten Geschlechtsverkehr

Sobald HIV in den Blutkreislauf gelangt, bindet es an T-Zellen und dringt in diese ein. Im Inneren werden zahlreiche neue Viren produziert, was schließlich zur Zerstörung der infizierten Zelle führt.

Behandlung und Prävention

Es gibt derzeit keine kurative Behandlung. Die eingesetzten Medikamente hemmen das Fortschreiten der Krankheit, können das Virus jedoch nicht eliminieren. Zu den Wirkmechanismen gehören:

  • Hemmung der reversen Transkriptase
  • Blockade der Virusbindung an Lymphozyten-Rezeptoren
  • Protease-Hemmer

Der einzige Weg zur Vorbeugung besteht darin, riskantes Verhalten zu vermeiden und die Übertragung zu verhindern.

Überempfindlichkeit

Überempfindlichkeit ist eine unangemessene Reaktion des Immunsystems auf ein Antigen, die zu Gewebeschäden führt. Auslöser sind oft harmlose Substanzen wie Nahrungsmittel, Medikamente oder Staub.

Allergische Reaktionen

Eine Allergie ist eine durch IgE vermittelte Überempfindlichkeitsreaktion. Die Phasen umfassen:

  1. Eindringen des Allergens in den Körper.
  2. Aktivierung von T-Zellen, die zusammen mit dem Allergen B-Zellen zur Differenzierung in Plasmazellen anregen.
  3. Produktion von IgE-Antikörpern, die an Rezeptoren auf der Oberfläche von Mastzellen und Basophilen binden.

Replikationszyklus eines Retrovirus (HIV)

HIV greift CD4-Lymphozyten an:

  1. Fusion: Kontakt zwischen Virus und Membran-Rezeptoren der Wirtszelle ermöglicht die Verschmelzung.
  2. Freisetzung: Das Virus wirft das Kapsid ab; RNA und reverse Transkriptase werden frei.
  3. Reverse Transkription: Das Enzym erstellt eine DNA-Kopie der RNA-Kette.
  4. DNA-Synthese: Es entsteht eine virale Doppelhelix-DNA.
  5. Integration: Die virale DNA integriert sich in das Zellchromosom und kann als Provirus lange Zeit inaktiv bleiben.
  6. Produktion: Die Zelle transkribiert und übersetzt die virale DNA, wodurch neue Viruspartikel entstehen.

Der Bakteriophage T4

Der Phage T4 ist ein komplexes Virus mit einem ikosaedrischen Kopf und einem Schwanz, der eine Basalplatte und Fasern besitzt. Das Genom besteht aus einem doppelsträngigen DNA-Molekül, das kompakt im Kopf verpackt ist. Der Phage heftet sich an spezifische Punkte der bakteriellen Zellwand und injiziert seine DNA durch Kontraktion der Schwanzscheide.

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