Aktionsforschung (MIE T7): Definition, Phasen und Typen

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Definition der Aktionsforschung (MIE T7)

Die Aktionsforschung ist eine Form des Studierens und Erforschens einer sozialen Situation mit dem Ziel, diese zu verbessern. Die an der Untersuchung Beteiligten sind als "Forscher" tatsächlich aktiv involviert.

Zentrale Fragen der Untersuchung

Im Fokus stehen die Fragen: Was? Wer? Wie? (mit einer Präferenz für qualitative Ansätze sowie Techniken und Instrumente wie Audio, Video, Foto etc.) und Warum?

Ansätze nach Kemmis und McTaggart (1988)

Nach Kemmis und McTaggart (1988) handelt es sich hierbei um eine systematische, evidenzbasierte Arbeit. Sie ist keine einfache Problemlösung, sondern beinhaltet auch die Verbesserung und das tiefere Verständnis der Situation. Es ist eine eigenständige Forschungszusammenarbeit mit anderen Akteuren und stellt eine alternative Sichtweise dar, die an den Perspektiven der Beteiligten interessiert ist.

Wichtige Merkmale und Abgrenzung

Wichtige Punkte, die unter anderem die Abgrenzung definieren:

  • Forschung, die darauf abzielt, die Erziehungspraxis durch Veränderung zu verbessern.
  • Sie ermöglicht es uns, durch die reflektierende Analyse der Konsequenzen zu lernen.
  • Sowohl praktische Ideen müssen geprüft als auch Beweise gesammelt werden.
  • Der Ansatz ist partizipativ und kollaborativ.
  • Da der Prozess komplex ist, wird empfohlen, mit speziellen, interessanten, aber einfachen Themen zu beginnen und das Forschungsobjekt allmählich auszuweiten.

Merkmale nach John Elliott

Das Hauptziel nach John Elliott ist es, die pädagogische Praxis zu verbessern. Jegliche Wissensgenerierung muss diesem Ziel nachrangig sein. Die Verbesserung der pädagogischen Praxis erfolgt unter Berücksichtigung aller Verfahren; die Praxis verbessert sich, weil jemand aktiv daran arbeitet, was gleichzeitig zur Weiterentwicklung der Beteiligten führt.

Phasen des Forschungsprozesses

Der Prozess gliedert sich in folgende Phasen:

  1. Bestimmung des thematischen Fokus der Untersuchung.
  2. Initiale oder diagnostische Reflexion.
  3. Planung.
  4. Aktion und Beobachtung.
  5. Abschließende Reflexion.

Es folgt die Zeit, um zu analysieren, zu interpretieren, Schlussfolgerungen zu ziehen und Berichte zu erstellen.

Die drei Typen der Aktionsforschung

1. Technisch

Das Ziel ist die Konzeption und Durchführung eines Interventionsplans. Die Lösung soll wirksam zur Verbesserung beruflicher Fähigkeiten und zur Problemlösung beitragen. Es geht primär um die Änderung der Praxis, weniger um das Verständnis der Probleme oder die Transformation der Kontexte. Dieser Typ unterscheidet sich vom klassischen positivistischen Ansatz durch seine Forschungszwecke (Lösung praktischer Probleme), die Einbeziehung der Beteiligten in den Prozess und die kontextuelle Anpassung methodischer Parameter (Goyen und Lessard-Hébert, 1988).

2. Praktisch

Dieser Typ soll bei den Teilnehmern die Entwicklung des praktischen Denkens fördern. Ziele sind neben der Problemlösung die Verbesserung der beruflichen Entwicklung durch Reflexion und Dialog, die Umsetzung von Ideen sowie die Erweiterung des Verständnisses.

3. Kritisch (Review)

Dieser Typ enthält die Ziele der anderen Modalitäten und strebt zusätzlich die Emanzipation der Teilnehmer von Zwängen und hierarchischen Beziehungen an. Dies geschieht durch eine tiefgreifende Veränderung sozialer Organisationen, die über rein periphere oder oberflächliche Anpassungen hinausgeht.

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