Aldosteron: Funktionen, Wirkmechanismus und Regulation

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Funktionen

  • Kreislauf- und Nierenwirkung: Aldosteron stimuliert die Natrium-Rückresorption und die Kalium-Sekretion im distalen Tubulus sowie in den Sammelrohren.
  • Wasserhaushalt: In Anwesenheit von ADH werden Aquaporin-2-Kanäle aktiviert, was die Wasserresorption fördert, das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen erhöht und somit den Blutdruck steigert.
  • Hyperaldosteronismus: Das Hauptproblem ist ein übermäßiger Kaliumverlust, was die Muskelaktivität (insbesondere des Herzmuskels) beeinträchtigt.
  • Hypoaldosteronismus: Führt zu Hyperkaliämie, was aufgrund der veränderten Kaliumkonzentrationen schwere Herzerkrankungen verursachen kann.
  • Säure-Basen-Haushalt: Erhöhung der Sekretion von Wasserstoffionen.
  • Weitere Wirkorte: Ähnliche Aktivitäten wie in der Niere finden sich in den Schweißdrüsen, Speicheldrüsen und im Darm (vor allem im Dickdarm).

Wirkmechanismus

  • Lipidlöslichkeit: Da Aldosteron ein Steroidhormon ist, kann es die Lipiddoppelschicht der Zellen leicht durchdringen.
  • Rezeptorbindung: Innerhalb der Zelle bindet es an ein spezifisches zytoplasmatisches Rezeptorprotein. Der entstandene Komplex wandert in den Zellkern.
  • Genexpression: Im Kern bindet der Komplex an die DNA und induziert die Transkription. Dies stimuliert die Synthese von Membrantransportproteinen (Kanalproteine).
  • Zeitlicher Verlauf: Dieser Effekt tritt nicht sofort, sondern mittelfristig ein.

Regulation der Aldosteronsekretion

Aldosteron unterliegt nur bedingt der Kontrolle der Hypothalamus-Hypophysen-Achse.

  • Hyperkaliämie: Der wichtigste Kontrollfaktor. Bereits ein leichter Anstieg von Kalium in der extrazellulären Flüssigkeit (ca. 0,1 mEq/L) löst die Freisetzung von Aldosteron aus.
  • Angiotensin II: Ein weiterer entscheidender Regulator, der die Aldosteronproduktion stimuliert.
  • Natriummangel (Hyponatriämie): Ein Mechanismus von untergeordneter Bedeutung, da die Natriumspiegel meist relativ konstant gehalten werden.
  • ACTH: Wirkt primär auf Cortisol, ist jedoch in geringen Mengen für die Aldosteronproduktion erforderlich, was die Bedeutung der Hypothalamus-Hypophysen-Achse unterstreicht.

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