Alkohole, Aldehyde, Ester und Chemisches Gleichgewicht: Reaktionen und Prinzipien

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Alkohol-Reaktionen

Substitutionsreaktionen: CH3CH2OH + HCl → CH3CH2Cl + H2O

Verbrennungsreaktion: Alkohol + O2 → CO2 + H2O

Gewinnung: Hydrolyse von Alkylhalogeniden oder Hydratisierung von Alkenen durch Säuren.

Eliminierungsreaktionen (Dehydratisierung)

Durch Entfernen von Wasser aus Alkoholen entstehen Alkene bzw. Ether. Die Reaktion hängt von der Temperatur und dem Alkoholanteil ab:

  • CH3CH2OH → (H2SO4, t < 150 °C) CH2=CH2 + H2O
  • 2 CH3CH2OH → (H2SO4, 130 °C–140 °C) CH3CH2OCH2CH3 + H2O (Etherbildung)

Oxidation von Alkoholen

  • Primäre Alkohole: CH3CH2OH → (Cr2O72− + H+) CH3CHO → (Cr2O72− + H+) CH3COOH
  • Sekundäre Alkohole werden zu Ketonen oxidiert.

Aldehyde und Ketone

Reduktion

CH3CHO + H2 → (Pt) CH3CH2OH

Oxidation

Aldehyde werden durch milde Oxidationsmittel zu Carbonsäuren oxidiert, Ketone nur durch starke Oxidationsmittel.

Nachweisreaktionen

Tollens-Reagenz: Aldehyde reagieren mit ammoniakalischer Silbernitratlösung. Es bildet sich ein Silberspiegel im Reagenzglas:
CH3CHO + 2 [Ag(NH3)2]+ + 3 OH− → CH3COO− + 2 Ag↓ + 4 NH3 + 2 H2O

Fehling-Lösung: Aldehyde reduzieren in alkalischer Lösung Cu2+ zu rotem Kupfer(I)-oxid (Cu2O):
CH3CHO + 2 Cu(OH)2 + NaOH → CH3COONa + Cu2O↓ + 3 H2O

Gewinnung

Aldehyde entstehen durch Oxidation primärer Alkohole, Ketone durch Oxidation sekundärer Alkohole.

Ester

  • Hydrolyse (sauer katalysiert): Ester + H2O ⇌ Carbonsäure + Alkohol
  • Verseifung (alkalisch): R-COOR' + NaOH → R-COONa + R'OH
  • Ammonolyse: Ester + Ammoniak → Amid + Alkohol
  • Herstellung: Veresterung (Säure + Alkohol → Ester + Wasser) durch chemische Synthese oder aus natürlichen Rohstoffen.

Carbonsäuren

  • Neutralisation: Säure + Base → Salz + Wasser
  • Seifen: Langkettige Säure + Base → Seife
  • Reduktion: Carbonsäure → primärer Alkohol
  • Veresterung: Säure + Alkohol → Ester + Wasser

Le-Chatelier-Prinzip

Ein System im chemischen Gleichgewicht reagiert auf eine äußere Störung so, dass die Auswirkung der Störung teilweise ausgeglichen wird.

Zugabe oder Entfernen von Edukten oder Produkten

Bei aA + bB ⇌ cC: Wird A oder B zugegeben oder C entfernt, gilt Qc < Kc, und die Reaktion läuft nach rechts ab, bis wieder Qc = Kc gilt.

Katalysator

Ein Katalysator beschleunigt die Einstellung des Gleichgewichts, beeinflusst jedoch weder die Konzentrationen noch die Gleichgewichtskonstante Kc.

Druck (Kompression oder Expansion)

Bei Kompression (p ↑, V ↓) läuft die Reaktion in die Richtung, in der die Gesamtzahl der gasförmigen Mole abnimmt; bei Expansion umgekehrt.

Formel

Temperaturänderungen

Bei Temperaturerhöhung verschiebt sich das Gleichgewicht bei endothermen Reaktionen (ΔH > 0) nach rechts, bei exothermen Reaktionen (ΔH < 0) nach links.

Spontaneität von Reaktionen

ΔG = ΔH − T·ΔS

  • Exotherm: ΔH < 0; endotherm: ΔH > 0
  • ΔS > 0 bei Zunahme der Unordnung (z. B. x + x → x2); ΔS < 0 bei Abnahme
  • ΔH (−) und ΔS (+): immer spontan
  • ΔH (+) und ΔS (+): spontan bei hohen Temperaturen
  • ΔH (−) und ΔS (−): spontan bei niedrigen Temperaturen
  • ΔH (+) und ΔS (−): nie spontan

Enthalpie

ΔHR = Formel ΔHf (Produkte) − Formel ΔHf (Edukte)

Bei einer Folge von Gleichungen gilt das Hess’sche Gesetz: ΔH = ΔH1 + ΔH2 + …

Reaktionsgeschwindigkeit

Für die Geschwindigkeit gilt v = k [A]m [B]n, wobei m und n die Exponenten sind. Die Reaktionsordnung insgesamt ist m + n.

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