Altöl-Recycling: Aufarbeitung und Wiederverwendung erklärt

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Recycling, Aufarbeitung und Wiederverwendung von Altöl

Altöl entsteht durch die Raffination von Rohöl oder als Folge von Verwendung, Handhabung und Lagerung. Durch chemische Verunreinigungen und den Verlust der ursprünglichen Eigenschaften ist es für seinen ursprünglichen Zweck nicht mehr geeignet. Altöl umfasst synthetische Öle, Getriebeöle, Bremsflüssigkeiten sowie andere Öle oder Fette.

Verschlechterungsfaktoren

Petroleum-Schmierstoffe sind Kohlenwasserstoffe, die sich bei hohen Temperaturen zersetzen, was zur Oxidation führt. Dies kann zur Bildung von löslichen oder unlöslichen Produkten führen, wie etwa Säuren, die stabile Emulsionen mit Wasser bilden und Metalloberflächen angreifen.

  • Betriebstemperatur: Oft verursacht durch Kondensation von Wasserdampf oder Leckagen in Ölkühlsystemen.
  • Wasser: Gelangt durch Verbrennungsprozesse in das Öl und verursacht eine Verdünnung.
  • Feststoffe und Staub: Entstehen meist durch defekte Dichtungen, wodurch Umweltschadstoffe in das Öl gelangen.

Phasen der Altölverwaltung

  • Generation: Die Phase, in der durch verschiedene Betriebsvorgänge neues Öl zu Altöl wird.
  • Sammlung: Das gebrauchte Öl wird in Metall- oder Kunststoffbehältern unter dem Fahrzeug aufgefangen.
  • Lagerung: Das gesammelte Altöl wird beschriftet und vorübergehend in Tanks in der Nähe der Ölwechselstation gelagert.

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Recycling und Aufarbeitung von Ölen

Der Begriff Recycling bezieht sich auf Prozesse, die einem Rückstand Eigenschaften zurückgeben, um eine neue Nutzung zu ermöglichen. Das Recycling von gebrauchtem Motorenöl schont wertvolle natürliche Ressourcen und schützt die Umwelt.

Regeneration von Altöl

Die Regeneration ist die beste Methode, um aus Altöl wieder ein hochwertiges Basisöl zu gewinnen. Obwohl die Aufbereitung bei stark verunreinigten Ölen (z. B. mit hohem Anteil an pflanzlichen Ölen, synthetischen Ölen oder Wasser) schwierig ist, ist sie der bevorzugte Weg.

Die drei Phasen der Regeneration
  1. Vorbehandlung: Beseitigung eines erheblichen Anteils an Schadstoffen wie Wasser, Schlamm und schweren Partikeln.
  2. Regeneration: Eliminierung von Additiven, Schwermetallen und Asphalt-Schlamm. Dies ist der wichtigste Schritt, um ein schadstofffreies Öl zu erhalten.
  3. Finish: Je nach Zielsetzung des Endprodukts werden hier spezifische Veredelungsmethoden angewandt.

Prozesse zur Regeneration

  • 1. Prozess: Konventionelle Acid-Clay-Methode
  • 2. Prozess: Meinke-Verfahren
  • 3. Prozess: Propan-Hydroterminierung
  • 4. Prozess: Propan-Säure-Ton-Verfahren

Wiederverwendung (Reuse)

Wiederverwendung bedeutet, Produkte erneut zu nutzen, ohne sie grundlegend zu verändern. Im Sinne des Umweltschutzes ist dies der zweite Schritt nach der Reduktion und vor dem Recycling. Es geht darum, einem Abfallprodukt ein „zweites Leben“ zu geben.

Umweltproblematik

Das Fehlen von Umweltbewusstsein und geeigneten Entsorgungsverfahren führt zu massiven Problemen:

  • Bodenverschmutzung: Altöl enthält nicht biologisch abbaubare Kohlenwasserstoffe, die die Bodenfruchtbarkeit zerstören.
  • Wasserverschmutzung: Ein Liter Öl kann eine Million Liter Wasser unbrauchbar machen, indem es eine Dampfsperre bildet und den Sauerstoffaustausch verhindert.
  • Luftverschmutzung: Die Verbrennung von Altöl ohne Filteranlagen setzt hochgiftige Stoffe wie Blei, Chlor, Phosphor und Schwefel frei. Fünf Liter verbranntes Altöl können 1.000.000 m³ Luft kontaminieren.

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