Der American Dream: Geschichte und Bedeutung
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Geschichte der USA
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- Postwar America
- Zeit des Umbruchs
- Der neue Konservatismus und eine neue Weltordnung
- Bridge to the 21st Century
- Bibliographie
Der American Dream: Definition und Ursprung
Traditionell haben die Amerikaner versucht, den American Dream von Erfolg, Ruhm und Reichtum durch Sparsamkeit und harte Arbeit zu verwirklichen. Die Industrialisierung des 19. und 20. Jahrhunderts begann jedoch, diesen Traum zu untergraben und ersetzte ihn durch das neue Ziel: "Get rich quick".
Der American Dream ist ein nationales Ethos der Vereinigten Staaten, in dem demokratische Ideale als Versprechen von Wohlstand wahrgenommen werden. Der Begriff wurde 1931 von James Truslow Adams geprägt. Er besagt, dass Bürger jeden Ranges ein "besseres, reicheres und glücklicheres Leben" erreichen können.[1] Die Idee wurzelt im zweiten Satz der Declaration of Independence,[2] der besagt, dass "alle Menschen gleich geschaffen sind"[3] und sie von ihrem Schöpfer mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet wurden, darunter "Leben, Freiheit und das Streben nach Glück".[3]
Kritik und soziale Realität
Der American Dream trug dazu bei, eine kohärente amerikanische Erfahrung aufzubauen, wurde aber auch für überhöhte Erwartungen verantwortlich gemacht.[4] Historisch hat er Minderheiten und der Unterschicht kaum zu mehr sozialer Gleichheit verholfen.[5] Stattdessen hat die amerikanische Wohlstandsstruktur oft Unterschiede in der Klasse aufrechterhalten, wobei gut positionierte Gruppen bevorzugt wurden.[5]
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff oft als Synonym für Wohneigentum verwendet, da Häuser historisch als Statussymbole zur Abgrenzung der Mittelschicht von den Armen dienten.[6] Dies ist jedoch eine sehr spezifische Verwendung eines allgemeineren Begriffs.
Entwicklung und heutige Bedeutung
Seit dem frühen 19. Jahrhundert betrachten sich die Vereinigten Staaten als Leuchtturm der Freiheit und des Wohlstands, basierend auf den philosophischen Grundsätzen ihrer Gründer und dem natürlichen Reichtum der Neuen Welt.
Die Bedeutung des American Dream hat sich gewandelt: Während er historisch mit der "New World Mystik" – der Verfügbarkeit von Land und der Expansion – verknüpft war, bedeutet er heute die Fähigkeit, durch die Teilnahme an der Gesellschaft und Kultur der USA Wohlstand zu erlangen.
Dazu gehört die Möglichkeit, Kindern eine amerikanische Bildung zu ermöglichen und Karrierechancen zu bieten. Es ist die Freiheit, individuelle Entscheidungen ohne Einschränkungen durch Klasse, Kaste, Religion, Rasse oder ethnische Herkunft zu treffen.
Der Forscher Tommi Uschanov merkt kritisch an, dass der American Dream heute eher europäische Gesellschaften charakterisiert, in denen Menschen aus niedrigeren sozialen Schichten statistisch gesehen eher in höhere Schichten aufsteigen als in den Vereinigten Staaten.[7]