Analyse der 18 Poemas von Rosalía de Castro
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Analyse der 18 Poemas
Die 18 Poemas thematisieren eine düstere Vision des Lebens und der Welt. Sie behandeln den Schmerz und die Angst, die durch die Vergänglichkeit des Lebens sowie die Unfähigkeit, die Vergangenheit zurückzuholen, verursacht werden.
Gedicht 1: Hoffnungslosigkeit und Vergänglichkeit
Das erste Gedicht kombiniert sieben- und dreizehnsilbige Verse (Alexandrine) und verwendet einen konsonanten Reim in der ersten Strophe. Es herrscht eine tiefe Verwüstung, für die es keine Hoffnung gibt. Die Bitterkeit ist so groß, dass selbst das weiße Licht sie nicht zu lindern vermag. Es finden sich zahlreiche Parallelismen zwischen Begriffen wie „schwarzes Nest“, „Grab“, „Unterlassung“, „Tod“, „traurig“ und „meine Seele“.
Gedicht 6: Natur und sozialer Protest
Dieses Gedicht kombiniert unregelmäßige Zehn- und Sechssilber mit assonantem Reim. Rosalía de Castro zeigt hier ihre Sorgen und protestiert gegen die Zerstörung der Wälder sowie die Armut der Landwirte. Die Rückkehr der Eichenwälder symbolisiert für die galicische Heldin den Höhepunkt der Rache gegen die Aggression der Mächtigen.
Gedicht 7: Formale Struktur
Das Gedicht besteht aus Hendekasyllaben (Elfsilbern) und Siebensilbern. Die Verse 2 und 4 sowie 6 und 8 reimen sich im Gleichklang.
Thematik des Verlusts
In diesem Gedicht wird der greifbare Verlust der Hoffnung deutlich. Rosalía möchte dem Schmerz entfliehen und den Sinn ihres Lebens wiederentdecken, auch wenn sie weiß, dass sie dies nicht erreichen wird. Ihre Seele ist stets von Pessimismus geprägt, begleitet von der Angst, allein auf der Welt zu sein.
Gedicht 8: Liebe und Vergänglichkeit
Dieses Gedicht nutzt heroische Verse und Strophen: Die ersten zwei bestehen aus Heptasyllaben (Siebensilbern) mit assonantem Reim, gefolgt von Hendekasyllaben. Das Thema ist die Liebe nach ihrem Verlust. Es lässt sich als das Erlöschen der Lebensflamme interpretieren – sei es der Tod des Körpers oder des Geistes. Die zweite Strophe bildet einen Kontrast zwischen der Wärme der Liebe und der Kälte des Winters, was eine verlorene Liebe verdeutlicht.
Gedicht 9: Winterlandschaften und unerfüllbare Träume
Hier werden Hendekasyllaben und Siebensilber mit assonantem Reim kombiniert, wobei die ungeraden Verse reimlos bleiben. Die Landschaft spiegelt die Gefühle der Dichterin wider, dominiert von einer grauen Winterlandschaft, die mit dem Tod assoziiert wird. Einzigartige Farbakzente wie eine weiße Möwe oder ein grünes Feld könnten Hoffnung symbolisieren. Doch als die Möwe in einem Teich landet und Krähen krächzen, schwindet diese Hoffnung. Das Gedicht endet mit dem Wunsch nach einem ewigen Frühling – ein unerfüllbarer Traum.