Analyse bedeutender Gemälde: Goya und David

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Die Familie von Carlos IV (Goya, 1800–1801)

Technik

Öl auf Leinwand. Goyas Pinselführung ist locker und kraftvoll; die Zeichnung spielt eine untergeordnete Rolle. Das Aussehen und die Farbe der Kleider sind detailliert ausgearbeitet, wobei Weiß und Gold mit den roten und blauen Tönen harmonieren. Der Maler beleuchtet die rechte Seite des Bildes, während die anderen Bereiche in ein Dunkel getaucht sind, aus dem die Gesichter den Betrachter anblicken.

Komposition

Es handelt sich um ein kollektives Porträt, das zwar neoklassizistische Züge aufweist, sich jedoch nicht auf diesen Stil beschränkt. Goya verzichtet auf eine akribische Zeichnung und konzentriert sich stattdessen auf die Farbe und die psychologische Tiefe der Charaktere.

  • Zentrum: Der König und seine Frau mit ihren Kindern, Maria Isabel und Francisco de Paula.
  • Links: Der zukünftige Ferdinand VII. mit seiner zukünftigen Frau und Geschwistern.
  • Rechts: Der Bruder des Königs sowie weitere Nachkommen.

Goya selbst ist ebenfalls im Bild zu sehen. Die Komposition wirkt geschlossen und flach, was den Eindruck von mangelndem Raum verstärkt.

Stil und Funktion

Stil: Klassizismus.
Funktion: Das Werk wurde von Karl IV. als Familienporträt in Auftrag gegeben, vermutlich um die Räume des Königlichen Palastes zu schmücken.


Schwur der Horatier (David, 1784)

Technik und Komposition

Öl auf Leinwand. Das Werk zeichnet sich durch ein Streben nach Balance aus:

  • Anatomie: Die Darstellung der männlichen Körper ist zentral.
  • Komposition: Geschlossen und symmetrisch mit einer vertikalen Achse (der Vater).
  • Geometrie: Verwendung von Dreiecken und Rechtecken.
  • Perspektive: Lineare Perspektive mit künstlichem, diffusem Licht.

Funktion und Bedeutung

Die Arbeit basiert auf der Erzählung aus Ab urbe condita von Titus Livius. David wollte den Geist seiner Zeit durch das Gefühl der Pflicht gegenüber dem Vaterland prägen. Die Wahl des Moments der Vereidigung dient als patriotische Propaganda, um die Pflicht gegenüber dem Staat über persönliche Gefühle zu stellen.

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