Analyse von Buero Vallejo und García Márquez

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Die Stiftung (La Fundación) von Buero Vallejo

Das Argument des Werkes lässt sich auf verschiedene Weise zusammenfassen. Man kann die grundlegenden Fakten der Handlung darstellen, zum Beispiel: „Tom ist ein politischer Gefangener, der zum Tode verurteilt wurde und mit vier Mitgefangenen auf seine Hinrichtung wartet. Verhaftet und gefoltert, verriet er andere Mitglieder. Da er sich nicht verzeihen kann, will er Selbstmord begehen, was seine Partner jedoch verhindern, indem sie ihn unter anderem in ihre imaginäre Welt einbinden.“

Alternativ kann man dem Faden der dramatischen Entwicklung folgen, also Akt für Akt analysieren, wobei erst in der Mitte des Stückes das Bewusstsein von Thomas über die Realität einsetzt.

Hauptthemen

Eine fundierte Erklärung der Themen verdeutlicht Buero Vallejos tragisches Theater. Eine mögliche Liste umfasst:

  • Die Dichotomie von Fakt und Fiktion.
  • Status und Bedeutung des menschlichen Daseins.
  • Die Lüge und die Notwendigkeit, die Wahrheit zu suchen.
  • Freiheit.
  • Gewalt und Grausamkeit.
  • Die Notwendigkeit zu handeln: Kampf gegen Entfremdung.
  • Die Dialektik zwischen Opfer und Henker.

Charakterisierung

Es sollten alle Charaktere benannt und ihre Funktionen sowie ihre Beziehungen zueinander erläutert werden. Zum Beispiel:

  • Thomas: Er ist die zentrale Figur, die ständig auf der Bühne präsent ist. Seine Sichtweise entspricht der des Zuschauers, der sich im Laufe des Stückes „heilt“.
  • Berta: Der einzige weibliche Charakter, der als Stimme des Gewissens und als Schöpfung von Thomas fungiert.

Chronik eines angekündigten Todes

Der Kern der Erzählperspektive ist die Anlage des Werkes: Das Alter Ego von García Márquez wechselt zwischen seiner Rolle als Chronist, Zeuge und Mitwisser der Sachverhalte, wobei er die 1. und 3. Person verbindet. Seine Stimme durchbricht die der Charaktere und erzeugt so eine charakteristische narrative Polyphonie.

Zeitstruktur

Besonders hervorzuheben ist die große zeitliche Distanz, die die Ereignisse von dem Moment trennt, in dem sie erzählt werden (zwanzig Jahre). Durch kontinuierliche Vor- und Rückblenden steuert die Erzählung genau auf die endgültige Beschreibung des Todes des Protagonisten zu, der bereits am Anfang angekündigt wurde, was von einer geschlossenen Struktur zeugt.

Raum und Ort

Die Ereignisse finden in einer namenlosen Stadt statt, was für die kollektive Beteiligung der Bewohner entscheidend ist – sei es als Gruppe oder als Individuen, die von den Ereignissen betroffen sind. Bestimmte Orte und Wege innerhalb der Stadt, wie das Haus von Santiago, die beiden Türen, das Haus des Witwers oder der Hafen, sind für den tödlichen Ausgang von zentraler Bedeutung.

Es ist ein Fehler, von einem rein allwissenden Erzähler zu sprechen, da dies zu kurz greift. Der Erzähler weiß zwar vieles, das über das Wissen der Teilnehmer, Zeugen oder Reporter hinausgeht, doch die Perspektive ist komplexer und sollte präzise analysiert werden.

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