Analyse von Gustavo Adolfo Bécquers Rima XIII

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Thema und Struktur des Gedichts

Das Thema des Gedichts Rima XIII (Deine Augen) ist die Liebe. Bécquer vergleicht die Eigenschaften der geliebten Frau mit natürlichen Elementen; diese sind ein Spiegelbild ihrer Gefühle und Emotionen. Das Werk besteht aus drei Strophen mit jeweils vier Versen. Die ersten drei Verse jeder Strophe sind Hendekasyllaben (Elfsilber), während der letzte Vers ein Heptasyllabus (Siebensilber) ist. Der Reim ist eine Assonanz in den geraden Versen (e-a).

Inhaltliche Interpretation der Strophen

In der ersten Strophe wird erklärt, dass das Lachen der blauen Augen seiner Geliebten an das lebendige Glitzern des Meeres erinnert, wenn sich darin die ersten Sonnenstrahlen spiegeln. In der nächsten Strophe beschreibt der Dichter, dass die Tränen seiner Geliebten beim Weinen wie Tautropfen auf einem Veilchen aussehen; er vergleicht sie somit mit einer Blume. Erneut spiegelt die Natur seine Ansichten und Gefühle wider.

Die letzte Strophe vergleicht den Glanz der blauen Augen mit einem verlorenen Stern am blauen Himmel. Ihre blauen Augen gleichen dem blauen Himmel, in dem ein Stern als Lichtpunkt am helllichten Tag verloren geht. In diesem Gedicht vergleicht Bécquer die Gefühle seiner Geliebten mit Elementen der Natur und konzentriert sich dabei ausschließlich auf ihre Augen.

Stilistische Mittel und sprachliche Gestaltung

Zu den markanten expressiven Mitteln gehören:

  • Anapher: Die Wendung „Deine Augen sind blau“ steht zu Beginn jeder Strophe.
  • Syntaktischer Parallelismus und Antithese: Der erste Vers der ersten und zweiten Strophe weist die gleiche Struktur auf: „Deine Augen sind blau, wenn du lachst / weinst“. Dies drückt gegensätzliche Gefühle aus.
  • Hyperbaton: Ein solches findet sich in Vers 4 („welches Meer spiegelt sich in den“).
  • Epitheta: Beispiele sind „weiches Licht“ (V. 2), „klare Tränen“ (V. 6) und „ein verlorener Stern“ (V. 12).

Persönliche Reflexion und Fazit

Besonders hervorzuheben ist die Verwendung der zweiten Person Singular („Du“), die sich direkt an die Geliebte richtet. Im Gedicht erscheinen Verben wie „ich erinnere mich“ oder „ich glaube“. Daraus lässt sich schließen, dass der Dichter tief in eine schöne Frau verliebt ist und seine Liebe so gewaltig wie das Meer, der Himmel oder die Sterne ist. Es gibt keine Elemente, die Trauer symbolisieren (wie etwa die Nacht), sondern nur Elemente, die mit Glück assoziiert werden können. Es handelt sich daher um eine Darstellung einer tiefen, bewunderten Liebe.

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